Leserbrief zum MZ Artikel "Ein Leben für die Natur"
Leserbrief zum MZ Artikel "Ein Leben für die Natur"
von A. Kohler, per E- Mail
Ein ausgewiesener Gegner der Schifffahrt auf Elbe und Saale bekommt einen bedeutenden europäischen Umweltpreis. Der EuroNatur-Preis ist laut der gleichnamigen Stiftung eine „Ehren-Auszeichnung, mit der herausragendes Engagement im Naturschutz, in der Umweltbewahrung, in der Umweltbildung und in der nachhaltigen Entwicklung gewürdigt wird. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, deren Engagement Vorbildcharakter hat, und die sich langfristig für die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen".
So weit so gut. Die Juroren von EuroNatur werden wissen was Sie tun und wen Sie auszeichnen. Für mich stellt sich allerdings die Frage, ob die genannten Kriterien bei einem Preisträger wie Herrn Dr. Dörfler wirklich zutreffen?
Ich arbeite in einem mittelständischen Unternehmen, dass die Elbe- Container- Linie ständig über Hafen Riesa nutzt. Wir wollen das über Partner in Tschechien über Lovosovice von den Sächsischen Binnenhäfen erweitern. Wir transportieren zwei Drittel unserer Ausrüstungen mit der Bahn, operativ per LKW, nutzen aber zunehmend die Elbe mit Containern für Kunden außerhalb von Deutschland via Hamburg. Wr haben auch schon Behälter von Decin mit dem Schiff bezogen. Intensiver befassen wir uns mit Transporten per Schiff auf der Elbe seit etwa 5 Jahren.
In dieser Zeit ist mir, meinen Kollegen und sicherlich auch vielen anderen Menschen Herr Dr. Dörfler ausschließlich dadurch bekannt geworden, dass er Schifffahrt verhindert und damit wirtschaftlichen Erfolg für viele Betriebe einschränkt. Damit auch Arbeitsplätze! Über konkrete Umweltprojekte durch Herrn Dr. Dörfler und seine Gruppe von selbsternannten Naturschützern ist mir nichts bekannt. Ich habe auch im Internet nichts anderes gefunden, als dass er alle Maßnahmen für die Schiffahrt an der Elbe und Saale seit vielen Jahren verhindern will. In der öffentlichen Darstellung gibt er den Wirtschaftsexperten, der Schiffahrt für sinnlos hält. Für mich ist er ein Anti- Wirtschafts- Funktionär für Elbe und Saale, der keine wirklichen Kenntnisse vom Wettbewerb und von logistischen Dienstleistungen hat.
Im Internet erkennt man, dass praktischen Natur- und Umweltschutz an der Elbe andere Menschen aus der Biosphärenreservatsverwaltung, Umweltvereinen, Naturschutzbehörden und Unternehmen machen. Davon hört man wenig, weil solche Macher unauffällig ihren Job machen. Diese Leute haben im Gegensatz zu Dr. Dörfler nicht außer acht gelassen, dass unberührte Natur und Vogelgezwitscher alleine keine Arbeitsplätze und Auskommen für die Menschen schafft. Mehr Aufmerksamkeit hat man in den Medien und viel einfacher ist es natürlich, mit Katastrophenprophezeiungen die Menschen zu verunsichern und statt etwas zu schaffen alles zu verhindern.
Das Ergebnis der Zusammenarbeit vieler Vernünftiger ist, dass die Elbe sauber wie noch nie ist und am Fluss überall Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. Und dass noch Schiffe fahren! Noch, denn die Botschaft, die mit der Verleihung dieses Preises an einen Wirtschafts- und Schifffahrtsverhinderer verbunden wird, ist bedenklich. Hoffentlich bleiben neben einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur auch die Verantwortung für Arbeitsplätze und Vernunft statt Demagogie bei allen Entscheidungen an unseren Flüssen oberste Prinzipien.






