Verkehrsminister sollte am Ball bleiben

Donnerstag, 26. Mai 2011, 09:09 Uhr

Verkehrsminister sollte am Ball bleiben

Leserbrief Zum Bau des Saale-Seitenkanals:

Volksstimme,25.05.2011

Da transportieren zum Beispiel die Zementwerke Bernburg alljährlich rund 200.000 Tonnen Zement über Land per Lkw zum Hafen Haldensleben, um sie dort für den günstigeren Weitertransport aufs Schiff verladen zu lassen.
Und es wartet der mit zusätzlichen Landesmitteln ausgebaute Hafen Halle-Trotha seit Jahren vergeblich erst auf die vorgesehene fehlende letzte Saaleschleuse, so wie jetzt auf den stattdessen vorgesehenen zehn Kilometer langen Umgehungskanal an der Saalemündung, um die rund 80 Kilometer lange vor 70 Jahren ausgebaute Saalestrecke bis Halle endlich komplett nutzbar zu machen, usw. usf.
Mindestens 2,5 Millionen Tonnen Güter jährlich warten entlang der Saale darauf, per Schiff abtransportiert zu werden. Und diejenigen, welche das seit Jahren blockiert haben und mit Hilfe verschiedener politischer Konstellationen bisher verhindern konnten, verweisen nun hämisch darauf, dass sich die früheren Verkehrsprognosen an Saale und Elbe bisher nicht erfüllt haben:
Und dazu die Krokodilstränen einiger Abgeordneter, die sich neuerdings für den Erhalt von WSV-Standorten (Wasser-und Schifffahrtsverwaltung) bei einer angekündigten Reform einsetzen wollen, nachdem sie zuvor jahrelang deren weitsichtige Planungen glaubten, aus allen Richtungen kritisieren und torpedieren zu müssen.
Man kann unserem neuen Landesverkehrsminister nur wünschen, dass er weiter am Ball bleibt, auch wenn er sich mal etwas missverständlich ausgedrückt hat („Ausbau der Elbe").

Lothar Tolle,
39112 Magdeburg

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