Die Anfänge der Saaleschifffahrt

Erstmals als Schifffahrtsweg genutzt wird die Saale im Jahr 981, um den Leichnam des Magdeburger Erzbischofs Adalbert von der Burg Giebichenstein in Halle mit dem Floß nach Magdeburg zu überführen.

Knapp 150 Jahre später verschifft Bischof Otto von Bamberg verschiedene Waren über Saale und Elbe bis nach Havelberg. Im Jahre 1152 erhält Kloster Neuwerk, damals am Stadtrand von Halle gelegen, die Erlaubnis, per Schiff Salz zu transportieren und als Rückladung Holz zu übernehmen, das für die Saline benötigt wird. Die wirtschaftlich an Bedeutung gewinnende Salzproduktion in Halle führt dazu, die Saale als offiziellen Transportweg zu nutzen.

Erst am 21. Oktober 1530 erteilt Kaiser Karl V. dem Erzstift Magdeburg das Privileg der freien Schifffahrt und die Erlaubnis, das Flussbett der Saale auszubauen.

Wehre und Schleusen

Schleuse Calbe

Zwischen 1560 und 1564 wurden die Schleusen in Calbe, Bernburg und Alsleben gebaut. 1694 legt der preußische Kurfürst Friedrich III. in Trotha den Grundstein für die erste steinerne Schleuse auf der Saale.

Danach vergehen rund 100 Jahre, bis der sächsische Kurfürst Friedrich August III. 1790 die Order gibt, mit der Schiffbarmachung von Unstrut und Saale auf den letzten Kilometern zu beginnen. Fünf Jahre bauen 2.000 Mann insgesamt 15 Schleusen an den Flüssen.

Ab der Jahrhundertwende um 1800 können Frachtkähne mit bis zu 150 Tonnen Tragfähigkeit die Saale befahren.

weiter: Blütezeit der Hanse, Erwerbsquelle Saale

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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