Warum das Görlitzer Siemenswerk auf die Elbe angewiesen ist

Donnerstag, 10. August 2017, 09:07 Uhr

Warum das Görlitzer Siemenswerk auf die Elbe angewiesen ist

Die Elbe soll für den Gütertransport gezähmt werden. Umweltschützer protestieren.

Alberthafen Dresden

SZ-ONLINE, 08.08.2017

Görlitz/Dresden Die Elbe ist ein launischer Fluss. Mal erlaubt sie, dass Güterschiffe Ladung auf ihr hin- und herschippern. Doch oft macht sie ihnen an vielen Stellen jede Fahrt unmöglich. Für Unternehmen, die die Elbe als Transportweg brauchen, ist der 1100 Kilometer lange Fluss ein extrem unberechenbarer Geschäftspartner.

„Das Problem sind die Wasserstände, die das Jahr über keine kontinuierliche Fahrt zulassen“, sagt René Oloff, der den Hamburger Standort der Deutschen Binnen-Reederei leitet. „Das unterbricht den Service. Die Kunden wollen aber das ganze Jahr über beliefert werden.“

Die drei Siemens-Werke in Görlitz, Dresden und Erfurt, wo Turbinen, Transformatoren und Generatoren hergestellt werden, sind auf den Fluss angewiesen. Manche Maschinen könnten nur über den Wasserweg transportiert werden, weil sie zu groß und zu schwer für Schiene oder Straße seien, heißt es hier. „Wenn die Elbe längere Zeit nicht schiffbar ist, kann daraus Lieferverzug entstehen.“

Nun gibt es für die Wirtschaft neue Hoffnung, dass der Fluss bald für den Güterverkehr gezähmt wird. Grund ist das Gesamtkonzept Elbe, ein Papier, das Naturschützer und Vertreter der Schifffahrt gemeinsam ausgehandelt haben. Es sieht vor, die Elbe künftig mehr als elf Monate im Jahr für Schiffe befahrbar zu machen - mit einer durchschnittlich 1,40 Meter tiefen Fahrrinne. Bedingung: Dafür nötige Maßnahmen dürfen der Natur nicht schaden.  ....weiterlesen

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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