Bündnis-Schirmherr Markus Bauer auf Stippvisite in Mukrena: „Wir müssen erhalten, was wir haben.“

Montag, 23. Januar 2017, 11:40 Uhr

Bündnis-Schirmherr Markus Bauer auf Stippvisite in Mukrena: „Wir müssen erhalten, was wir haben.“

Salzlandkreis-Landrat Markus Bauer hat die Schiffswerft Fischer an der Saale besucht. Er mahnt zum Erhalt des Bestehenden – und outet sich als Hobbyschiffer.

vlnr.: Geschäftsführer des Tourismusverbandes und der Wirtschaftsförderung Salzlandkreis, Dr. Holger Naumann; Landrat Markus Bauer; Karina Fischer, Vorsitzende des Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt (VHdS)


Pressemitteilung 23. 01. 2017

Mukrena. Bündnis-Schirmherr Markus Bauer hat die Schiffswerft Fischer in Mukrena besucht. Der Salzlandkreis-Landrat bekräftigte, er müsse wissen, wie es denen geht, die direkt am Fluss ansässig sind und weitgehend von ihm leben. „Ich muss mir selbst ein Bild machen, nur so kann ich Botschafter sein“, sagte der Kommunalpolitiker. Er wurde am vergangenen Mittwoch (18. Januar) vom Geschäftsführer des Tourismusverbandes und der Wirtschaftsförderung Salzlandkreis, Dr. Holger Naumann, begleitet. Beide zeigten sich beeindruckt von dem Familienunternehmen rund um Inhaber Bernd Fischer und dessen Tochter Karina. Sie ist Vorsitzende des Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt (VHdS), der federführend im Bündnis aktiv ist. Seit Jahren geben sie all jenen eine Stimme, die sich für eine ordentliche Unterhaltung der Saale und dessen Fertigbau bis zur Elbe stark machen.

„Wir müssen aufpassen, dass wir das, was wir haben, auch erhalten“, sagte Bauer mit Blick auf die umfangreiche Unterhaltung der Saale mit ihren Schleusen, Bauwerken und viel zu wenigen Anlegestellen für Fahrgastschiffe. „Wenn die Zuständigkeiten nicht eindeutig sind, macht keiner mehr was. Das betrifft Praxis und Theorie gleichermaßen.“ Und das gefährde die Schifffahrt auf dem Fluss, wo sich in letzter Zeit vor allem die Fahrgastschifffahrt erfreulich stabilisiert hat. Doch der Landrat und der Wirtschaftsförderer sehen viel Luft nach oben. „Die Saaleschifffahrt hat Tradition und damit müssen wir als Region punkten“, sagten sie unisono. Aber das geht nur, wenn sich die Bedingungen für Verlader und Reeder verbessern – Flussquerschnitt und mangelnde Fahrrinnentiefe sind da nur zwei Stichworte. „Wenn mich jemand nach dem Salzlandkreis fragt, dann sage ich: Da fließt die Bode in die Saale und die Saale in die Elbe. Das findet jeder auf der Karte“, sagte Bauer, der selbst am Fluss Bode aufwuchs, einen Bootsführerschein hat und Mitglied im VHdS und im Schifferverein Alsleben ist. „Mir liegt viel an der Saale und wie es ihr geht.“

Wie schwer der Umgang mit dem „Fluss im Dornröschenschlaf“ ist, zeigen die Fischers und ihre Werft. Das Traditionsunternehmen mit 14 Mitarbeitern beteiligt sich rege an Ausschreibungen, muss dann aber viel grübeln, ob und wie sie beispielsweise die betreffende Fähre für die Wartungsarbeiten in die Werft bekommt. „Manchmal müssen wir passen, weil es schlichtweg nicht funktioniert“, sagt Karina Fischer.

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