Wie weiter mit der Elbe?

Freitag, 27. Januar 2017, 09:01 Uhr

Wie weiter mit der Elbe?

Foto: Ingo Klinder

SZ-ONLINE.DE, 26.01.2017, Von Steffen Neumann

Bund und Länder haben sich auf ein Gesamtkonzept für den Fluss geeinigt – unter anderem auf eine fast ganzjährige Fahrrinnentiefe von 1,40 Metern.

Mehr als sechs Jahre wurde über das Gesamtkonzept Elbe verhandelt. Seine Verabschiedung wurde immer wieder vertagt. Nachdem zwischenzeitlich drohte, dass der Fluss zu einer Nebenwasserstraße abgestuft wird, sollte es unter Beteiligung von Wirtschafts- und Umweltverbänden regeln, wie mit der Elbe als Fluss und Wasserstraße weiter verfahren wird. Das war schwierig, da teils konträre Ansichten über die Zukunft der Elbe aufeinandertrafen. Nun ist es fertig. Auch die Schifffahrtslobby und Naturschützer haben zugestimmt.

Was beinhaltet das Konzept?

In sechs Leitlinien regelt es die Bekämpfung der Sohlerosion, den Hochwasserschutz, die Wasserreinhaltung, die Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse und den Erhalt und die Wiederherstellung von Naturräumen. Das Gesamtkonzept beendet eine jahrelange Blockadehaltung, wie die Verfasser schreiben. Es definiert einen Handlungsrahmen für die Entwicklung der Elbe in den kommenden 20 bis 30 Jahren. Damit ist der Weg frei, bauliche Maßnahmen zu planen. Ziel ist eine Fahrrinnentiefe von 1,40 Metern an 345 Tagen im Jahr. Gleichzeitig wurde der Referenzwert für den langjährigen Wasserstand nach unten angepasst. Bis dato wurde an der Elbe mit veralteten Werten operiert, so vor allem die Kritik von Umweltschützern.

Wie wurden die Positionen vereint?

Es gibt Themen, die allen nutzen. Die Minderung der Erosion auf dem Elbgrund, der Sohlerosion, gehört dazu. Die Erosion bedroht die Elbauen und das Unesco-Welterbe Dessau-Wörlitzer Gartenreich und erschwert die Schifffahrt. Auch beim Hochwasserschutz macht es Sinn, die Interessen von Naturschützern und Binnenschiffern zu berücksichtigen. Umstritten sind bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Schifffahrt. Aber hier wurde vereinbart, dass diese ökologischen und wasserwirtschaftlichen Zielen dienen muss. Außerdem muss der Bedarf für eine Verbesserung des Verkehrs nachgewiesen werden.

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