Naturschutz und Schifffahrt auf der Elbe: Das Konzept ist da, die Lösungen nicht

Donnerstag, 09. November 2017, 17:25 Uhr

Naturschutz und Schifffahrt auf der Elbe: Das Konzept ist da, die Lösungen nicht

Diskussionsabend in Dresden

Dresden Naturschutz und Schifffahrt – geht beides auf der Elbe zusammen? Mit dieser Frage beschäftigte sich im Rahmen der Umweltgespräche „4 Elemente“ ein hochkarätig besetztes Podium am Dienstagabend im Plenarsaal des Dresdner Rathauses und fand keine Antwort. Er habe viele gegensätzliche Argumente gehört, die alle ihre Richtigkeit hätten, meinte Umweltamtsleiter Christian Korndörfer am Schluss. Die Debatte sei noch nicht entschieden, die Zeit müsse zeigen, was künftig schwerer wiege, die Naturbelassenheit der Elbe oder die Funktionalität der Bundeswasserstraße. An der Elbe ist alles im Fluss.

Dabei hat der Bundestag im Juni das sogenannte Gesamtkonzept Elbe vereinbart. Das Papier soll eigentlich die Positionen der Naturschützer mit denen der Elbschiffer versöhnen. Wie mit dem Kompromisspapier umzugehen ist, scheinen beide Seiten aber nicht so recht zu wissen. Das wurde auch in der Diskussion deutlich, bei der sich schnell eine Gegensatz zwischen Heiko Loroff, Geschäftsführer der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe (SBO) und Klaus Kautz, dem Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Dresden, auf der einen Seite und der eifrig attackierenden BUND-Vertreterin Iris Brunar und dem um Ausgleich ringenden Grünen-Bundestagsabgeordneten Stephan Kühn bildete.

Der Alberthafen sei ein wichtiger logistischer Umschlagplatz, der für die Zukunft bewahrt werden müsse, sagte Loroff. Es sei ein Anwachsen des Güterverkehrs um mehr als 30 Prozent bis 2030 zu erwarten. „Die Schiene und die Straße sind voll – wir brauchen die Wasserstraße“, folgert er.  ...weiterlesen

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