Elbschifffahrtstag 2018: Aufbruchsstimmung für eine bessere Elbe

Montag, 04. Juni 2018, 20:00 Uhr

Elbschifffahrtstag 2018: Aufbruchsstimmung für eine bessere Elbe

Podiumsdiskussion in Wittenberge (Foto: Knoll)

ELBSCHIFFFAHRTSTAG 2018

Ein Jahr nach Verabschiedung des Gesamtkonzeptes Elbe (GK Elbe) nutzten mehr als 120 Teilnehmer am 24. Mai die Möglichkeit, sich auf dem Elbschifffahrtstag 2018 in Wittenberge über den aktuellen Stand der Umsetzung zu informieren. Dabei stand jedoch nicht nur die Elbe, sondern das gesamte Elbstromgebiet im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen. Um die Aufmerksamkeit der Verkehrspolitik für dieses Gebiet zu schärfen, wurde auf dem Elbschifffahrtstag eine gemeinsame Erklärung von acht Wirtschaftsverbänden vorgestellt, die Forderungen und Vorschläge zur „Ertüchtigung der Wasserstraßen im Elbe-Oder-Stromgebiet“ beinhaltet. 

Das Programm und inhaltliche Schwerpunkte des Elbschifffahrtstages stellte Stefan Kunze, Vorstandsvorsitzender vom veranstaltenden Elbe Allianz e. V., in seinem Eröffnungsbeitrag vor. Auch er unterstrich, dass das GK Elbe schnellstmöglich umgesetzt werden muss. Dabei geht es neben den zwei Großvorhaben im Bereich der Erosionsstrecke zwischen Riesa und Saalemündung und der Reststrecke zwischen Dömitz und Hitzacker auch um kleine Maßnahmen. Mit diesen könnten Verbesserungen für die Schifffahrt erreicht und gleichzeitig ständige Eingriffe in den Fluss durch Baggerungen reduziert oder vermieden werden. Damit könne das Binnenschiff auch wieder besser in Transportketten eingebunden werden.

Im zweiten Themenkomplex stellte Jochen Kies als Vertreter des Bundesverkehrsministeriums den Stand der Planungen in anderen Wasserstraßenbereichen vor. Die genannten Vorhaben im Elbe-Seitenkanal und Elbe-Lübeck-Kanal sind auf einen guten Weg gebracht worden, im Bereich der Saale wird durch Schleusenreparaturen der Schifffahrtsweg gesichert. Für das gesamte Elbstromgebiet ist die vorgesehene Instandsetzung der Schleuse Geesthacht von herausragender Bedeutung.  In der anschließenden Diskussion ließen Verbandsvertreter jedoch noch weitere Bedarfe erkennen. 

Der Präsident des Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt, Martin Sprinzek, konstatierte in seinem Beitrag, dass die Bemühungen seines Vereins für die Saale zwar noch nicht zum Bau des sogenannten Saale-Seitenkanals geführt haben, dieses Projekt jedoch im weiteren Bedarf des BVWP aufgenommen wurde. Jedoch  sei ein Ausbau der Saale nicht von einer leistungsfähigen Wasserstraße Elbe zu trennen. Vor diesem Hintergrund wurde im Verein beschlossen, die Saaleaktivitäten künftig innerhalb des Elbe Allianz e. V. zu vertreten und damit eine Bündelung der Kräfte beider Vereine zu erzielen.

Im abschließenden Themekomplex standen Verbesserungen im technisch/technologischen Bereich im Vordergrund.

 

 

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