110 Jahre Alberthafen Dresden - Friedrichstadt

Mittwoch, 14. September 2005, 10:45 Uhr

110 Jahre Alberthafen Dresden - Friedrichstadt

2. Parlamentarische Abend: "Politik trifft Wirtschaft"

Stolze 110 Jahre Alberthafen Dresden-Friedrichstadt waren in Verbindung mit dem 6. Sächsischen Hafenfest vom 9. bis 11. September 2005 Anlass für eine gelungene Feier und Actionshow am Elbestrom.

Ganz im maritimen Rahmen wurde für Jung und Alt ein Programm geboten, dass alle Facetten des Hafenlebens deutlich machten. Höhepunkte der Veranstaltung waren unter anderem die Ausstellung „Elbe-Impressionen“ des Malers Karl-Heinz Köhler im Schleppkahn „Waltraut“, die Drachenbootrennen, der Hafentriathlon und das Kranfahren für Jedermann.

Hautnah konnten die Besucher den Hafen als Tor zur Welt erkennen, den zunehmend mehr Firmen der Stadt und Region für den kostengünstigen und umweltfreundlichen Transport von Gütern über die Elbe nach Hamburg und darüber hinaus nutzen. Mit dem direkten Kontakt zu Binnenschiffen sowie Eisenbahn- und Straßenfahrzeugen wurde für viele Dresdner die Schnittstellenfunktion eines Hafens und die anspruchsvolle Logistik beim Güterverkehr persönlich erlebbar.

Der Sächsische Hafen- und Verkehrsverein e. V. hatte in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Dresden anlässlich des 110-jährigen Bestehens des Hafens zum 2. Parlamentarischen Abend unter dem Motto „Politik trifft Wirtschaft“ eingeladen.

Mit Blick auf die Betriebsamkeit des größten trimodalen Umschlagplatzes für den Gütertransport im Freistaat Sachsen wurden zum Themenkreis „Binnenhäfen im Zentrum der Wirtschaft“ zwischen Entscheidungsträgern von Politik und Wirtschaft insbesondere in die Zukunft weisende Gedanken ausgetauscht.

In den Statements wurde die Bedeutung der Elbe als internationaler Schifffahrtsweg seit dem Jahr 1821 herausgestellt. Verlässliche Wasserwege und Umschlagskapazitäten der Häfen führen nicht nur zum Erhalt und zur Schaffung von Arbeitsplätzen, sondern ebenso zur Generierung des Steueraufkommens der Kommunen und des Landes. Unternehmensvertreter der ESF Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH und der Siemens AG Power Generation unterstrichen mit den Aussagen zum möglichen jährlichen Güteraufkommen für die Binnenschifffahrt und zu den damit verbundenen Transportkostensenkungen gegenüber der Straße und Schiene die Notwendigkeit der bedarfsorientierten Beseitigung der Defizite an der Elbe im Interesse der Zuverlässigkeit dieses Transportweges.

Durch den Vertreter der Handelskammer der Freien und Hansestadt Hamburg wurde herausgestellt, dass sich die Transportkosten eines Containers von Prag über Hamburg nach Asien aus dem Landweganteil mit 80 % und dem Seeweganteil mit nur 20 % zusammensetzen. Mit Bezug auf die sich weltweit überdimensional entwickelnden Containerverkehre benötigt der Seehafen Hamburg in den nächsten Jahren zur Aufrechterhaltung der Schiffsabfertigungszeiten den Wasserweg Elbe für den ebenso anwachsenden Hinterlandverkehr. Konnten letztes Jahr in diesem Hafen 7 Millionen Container im Ein- und Ausgang abgefertigt werden, sind vor dem Hintergrund der jährlichen Wachstumsraten 18 Millionen Container bis zum Jahr 2015 zu erwarten.

Kosten- und Kapazitätsvorteile der Elbe zwischen der Tschechischen Republik und dem Hamburger Hafen sollten daher zu einer ideologiefreien, sachlichen Abwägung der ökologischen und ökonomischen Erfordernisse bei der unverzüglichen Wiederertüchtigung dieses traditionellen Transportweges führen.

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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