180 Meter lange Containerschiffe ersparen dutzende Lkw-Fuhren

Dienstag, 22. Januar 2008, 22:31 Uhr

180 Meter lange Containerschiffe ersparen dutzende Lkw-Fuhren

Binnenschifffahrtslinie

www.volksstimme.de, 18.01.2008, von Thomas Linßner

Bei ausreichendem Wasserstand pendeln regelmäßig die Schiffe der Hamburger " Elbe-Container-Line " zwischen der Nordsee und Sachsen. Eine besonders lange Schubeinheit passierte vor wenigen Tagen die Elbeorte des Landkreises
Barby. Viermal pro Woche sorgt auf der Elbe eine " Riesenfuhre " für Aufsehen, wenn die " Elbe-Container-Line " ihre rund 180 Meter langen Schiffsverbände los schickt. Angetrieben von einem Schubschiff der Deutschen Binnenreederei werden mehrere dutzend Container von Hamburg über Magdeburg, Aken nach Riesa verschifft. Wobei an genannten Häfen nach Bedarf ent- Beziehungsweise beladen wird.

So war es auch vor wenigen Tagen, als in den späten Nachmittagsstunden ein Containerschiff die Elbe in Richtung Aken befuhr. Dort wurden 48 Container entladen, die von dort aus zu den jeweiligen Bestimmungsorten mit dem Lkw transportiert wurden. Wie Hafen-Prokurist Peter Ziegler sagt, verteile man die Waren im Umkreis von etwa einhundert Kilometern. Zielorte sind Firmen in Bitterfeld, Leipzig oder Staßfurt. Auf diesem Wege gelangt von der Kittelschürze bis zum Chemieprodukt, vom Elektronikbauteil bis zum Autoersatzteil das Transportgut vom Kunden zum Empfänger. Der Akener Hafenkran kann Lasten bis zu 45 Tonnen heben.

Zweimal bergauf, zweimal zu Tal

Die Schubeinheit benötigt von Hamburg bis Riesa und zurück sieben Tage. Gefahren wird auch nachts, da die Schiffe mit Radareinrichtungen und starken Scheinwerfern ausgestattet sind. Fünf Mann Besatzung wechseln sich beim Steuern des " Schubers " ab.

Die Tour wird derzeit je zweimal pro Woche gemacht. Wenn in Hamburg eine Schubeinheit ablegt, startet fast zeitgleich in Riesa ebenfalls ein solches Schiff. Damit werden zig Lkw-Transporte erspart. Für die Schiffsführer sind besonders die kurvenreichen Strecken eine Herausforderung. Infolge der Schubschifflänge müssen die Steuerleute den Fluss genau kennen, da die Spitze des Schiffs in erheblicher Entfernung vom Steuerhaus entfernt liegt.

Deswegen kann die untere Elbe mit längeren Einheiten befahren werden, als beispielsweise im Raum Riesa, weil der Fluss dort schmaler wird.

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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