Ab Juli fließt Geld in den Fluss

Sonntag, 29. April 2007, 11:07 Uhr

Ab Juli fließt Geld in den Fluss

Im Sommer wird Saale zwischen Weißenfels und Naumburg für Dampfer ausgebaggert

MZ, von Lutz Würbach, 27.04.07

Weißenfels/MZ. Im Sommer wird die Saale zwischen Naumburg und Weißenfels ausgebaggert. Die Fahrrinne soll am Ende vier bis sechs Meter breit und 60 bis 100 Zentimeter tief sein. Dafür hat das Wirtschaftsministerium des Landes 100 000 Euro zur Verfügung gestellt. Nach jetziger Planung beginnen die Arbeiten auf dem Fluss im Juli und dauern voraussichtlich bis zum September.

Initiatoren der Maßnahme sind die drei Oberbürgermeister der Städte Merseburg, Weißenfels und Naumburg. Sie hatten sich an die Landesregierung mit der Bitte um Unterstützung gewendet. Ihnen zur Seite standen die Landtagsabgeordneten aus der Region. "Quer durch alle Parteien", wie der Weißenfelser Oberbürgermeister Manfred Rauner (CDU) sagt. Das große Ziel der Bemühungen beschreibt er so: "Fahrgastschiffe verkehren auf Saale und Unstrut zwischen Halle und Freyburg." Das wird noch einige Zeit dauern, wissen auch der Merseburger OB Reinhard Rumprecht (parteilos) und sein Amtskollege in Naumburg Bernward Küper (CDU) nach einer gemeinsamen Beratung in Weißenfels. "In den nächsten Jahren ist weiteres Geld nötig", meint Rauner.

Zurzeit verkehren Fahrgastschiffe im unteren Bereich der Saale zwischen Halle und Bad Dürrenberg. Die Strecke ist in den vergangenen Jahren Stück für Stück neu erschlossen worden, nachdem dort über Jahrzehnte kein Dampfer mehr unterwegs gewesen war. Interesse hatte neben einem Reeder aus Halle auch das Schlosshotel in Schkopau bekundet. Dort machen inzwischen regelmäßig Schiffe fest. Abgesehen davon ist zum Beispiel in Leuna im vorigen Jahr eine neue Anlegestelle gebaut worden. Im Naumburger Bereich schippert unter anderem die "Fröhliche Dörte" mit Gästen regelmäßig übers Wasser. Zwischen der Kreisstadt und Freyburg existiert im Sommerhalbjahr ein regelrechter Linienverkehr auf der Unstrut. Das offensichtlich komplizierteste Stück Wasserweg zwischen Halle und Freyburg ist der Bereich der Schleuse an der Herrenmühle in Weißenfels. Wegen der Wasserkraftanlage reiche es nicht, die Fahrrinne lediglich auszubaggern, heißt es. Die Rede ist vielmehr von Maßnahmen zum Niedrigwasserschutz. Soll heißen, es muss so gebaut werden, dass die Turbine des Wasserkraftwerkes nicht eines Tages auf dem Trockenen liegt.

Rauner ist zuversichtlich, dass das Gesamtprojekt durchgezogen werden kann. "Wir hatten Praktiker mit am Tisch", sagt er. Leute also, die entweder selbst mit dem Boot unterwegs oder von Amts wegen mit der Materie vertraut sind. Ein gutes Gefühl hat Rauner zum Beispiel hinsichtlich der Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Hochwasserschutz. Von dort erwarten die drei Oberbürgermeister in den nächsten Tagen weitere Informationen zum Ausbaggern der Saale.

 

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