Absage

Donnerstag, 25. Juni 2009, 14:05 Uhr

Absage

Für die Interessengemeinschaft zur Förderung der Schifffahrt im Einzugsgebiet von Elbe und Saale habe ich eine Einladung zu einer Informationsveranstaltung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Dresden am 25. Juni um 18.00 Uhr im Rathaus Dessau zu Unter­haltungsmaßnahmen im Bereich der Elbe bei Dessau erhalten.
Zu der Veranstaltung hatten wir im Vorfeld eine sehr positive Erwartungshaltung, da die mit der Biosphärenverwaltung und den Behörden aus Dessau  abgestimmten wasserbaulichen Maßnahmen und ökologischen Belange interessierten Bürgern, Behörden, Verbänden und Nutzern der Bundeswasserstrasse Elbe vorgestellt werden sollten.
Mit Verwunderung habe ich  vom Amtsleiter des WSA Dresden, Herrn Kautz, ein Absageschreiben für diese Veranstaltung bekommen.

Darin wird mir mitgeteilt, dass die WSD Ost entschieden hat, dass im Vorfeld vor weiteren Gesprächen und Informationen zu dieser Unterhaltungsmaß­nahme der Dialog mit den Umweltverbänden aufgenommen werden soll.

Die Mitteldeutschen Zeitung vom 25.06.2009 berichtet unter dem Titel „Geht der Flusslandschaft in Anhalt das Wasser aus?“ über die geplante Maßnahme.
Hier wird darauf verwiesen, dass die Maßnahmen gegen die Erosion nicht der Verbesserung der Schifffahrtverhältnisse dienen, gemeinsam mit der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe und dem sächsischen Umweltministerium erarbeitet und ökologisch von der Bundesanstalt für Gewässerkunde bewertet wurden.
Die MZ berichtet weiter, dass Ernst Paul Dörfler, Leiter des Elbeprojektes des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland das Ganze kritisiert und in einen Zusammenhang mit dem  politischen Ziel, die Elbe bis 2010 nahezu ganzjährig schiffbar zu machen bringt.  Er sieht darin eine Bedrohung der Schutzgebiete an der Elbe und orakelt, dass sich der Dresdner Welterbe-Streitfall an der Mittelelbe fortsetzen kann.

Leider muss ich, für mich völlig unverständlich, in der Absage der Veranstaltung, der Verschiebung der Unterhaltungsmaßnahme und dem Inhalt des MZ Artikels einen Zusammenhang sehen.
An Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee ist die Frage zu stellen:
„Ist der Einfluss von Herrn Dr. Dörfler mittlerweile so groß, dass er bestimmt, ob an der Elbe Unterhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden oder nicht?“


Manfred Sprinzek
Präsident
Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt e.V.
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