Alsleben zeigt die "Faszination Wasserstraße"

Dienstag, 02. April 2013, 20:56 Uhr

Alsleben zeigt die "Faszination Wasserstraße"

Die beiden Ausgezeichneten, Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU, links) und Kapitän Detlef Bütow beim Fachsimpeln.

mz-web.de 29.03.2013, Von susanne schlaikier

Die Ausstellung "Faszination Wasserstraße" wid in Alsleben eröffnet. Dort gibt es Nachbauten verschiedener Schiffe, eine Schiffsglocke und ein Nebelhorn zu sehen. Verkehrsminister Webel erhält den „Goldenen Anker“.

alsleben/MZ. 

Thomas Webel ist zwar eigentlich kein echter „Seebär“, aber die Saale liegt ihm doch besonders am Herzen. Sachsen-Anhalts Verkehrsminister unterstützt die Befürworter des Saale-Ausbaus und ist ebenso wie sie gegen die Herabstufung des Flusses zur Rest-Wasserstraße. „Diese Pläne sind noch nicht vom Tisch. Wir müssen also weiterkämpfen“, sagte Webel (CDU) am Donnerstag in Alsleben. Denn dort ist er in der Gaststätte „Goldener Ring“ von Ernst-Wilhelm Wehlmann, Vorsitzender der Vereinigten Schiffervereine von Alsleben und Umgebung und Vorsitzender des Landesvorstandes, mit dem Goldenen Anker ausgezeichnet worden.

Ein weiterer Goldener Anker ging an Kapitän Detlef Bütow. Webel ist überzeugt davon, dass die Saale noch Aufnahmekapazität habe. Der Verkehr auf dem Wasser sei „hoch ökologisch“, „geräuscharm“ und „immer verfügbar“. „Die Saale muss Zukunft haben“, so Webel und erntete damit viel Zustimmung.

In der Gaststätte wurde an diesem Tag allerdings nicht nur die Auszeichnung an den Minister vergeben, sondern zugleich auch die Ausstellung „Faszination Wasserstraßen“ eröffnet. Anlass ist das Jubiläum des Schiffervereins, der am 1. Januar 1923 gegründet wurde. Zu sehen sind zahlreiche Schiffsmodelle, historische Schiffsunterlagen und Fotos von Wasserstraßen in ganz Europa. Die meisten Schiffsmodelle stammen von Karl Hirsch aus Maasdorf. Der ist einst mehr als vier Jahrzehnte selbst zur See gefahren, hat Baustoffe, Kohle und Salz transportiert und kennt sich somit bestens mit Wasserfahrzeugen aus.

Nachgebaut hat er beispielsweise das Stromschubschiff „Josef Ressel“, auf dem er selbst 18 Jahre lang Kapitän war. Das Original war 23 Meter lang und acht Meter breit. Das Modell passt auf einen gewöhnlichen Tisch. Auch das Motorgüterschiff „Buckau“ hat er originalgetreu nachgestaltet und mehrere Schleppkähne. Man kann den Diesel der Schiffe förmlich riechen, wenn man durch die Ausstellung geht. Faszinierend sind aber auch eine Schiffsglocke aus dem Jahr 1910, ein Nebelhorn sowie ein Original-Steuerrad vom Dampfer „Ella“.

Ergänzt wird die Schau mit alten schwarz-weiß Aufnahmen von Schleppkähnen sowie farbigen Fotos von Elbe, Donau, Mosel, Rhein, Main und Neckar. Es sind alles Flüsse, auf denen bereits reger Schiffsverkehr herrscht. So etwas scheint auf der Saale noch illusorisch. Aber wenn es nach Thomas Webel geht, ist das auf der Saale auch möglich.

Geöffnet ist die Schau am Samstag, 30. März, am Sonntag, 31. März, und am Montag, 1. April, jeweils von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr.

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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