Am Hansehafen werden 2005 10 Millionen Euro investiert

Freitag, 28. Januar 2005, 10:45 Uhr

Am Hansehafen werden 2005 10 Millionen Euro investiert

Magdeburger Volksstimme vom 25.01.05

Der im Vorjahr gestartete Hafen-Neubau in Magdeburg läuft auf Hochtouren. Bis jetzt sind fast 750 Meter Spundwand am Rothenseer Verbindungskanal geschlagen, die Aufträge für die Kranbahn und den modernen Portalkran vergeben. Insgesamt sollen in diesem Jahr rund 10 Millionen Euro für den künftigen Hansehafen ausgegeben werden.

Von Karl - Heinz Kaiser

Rothensee. Knapp 100 Meter vom Kanaldamm entfernt ragen die eingelassenen Stahlträger drei Meter hoch aus der Erde, am nördlichen Ende des künftigen Hanse-Hafen-Areals komplettieren mehrere Bagger die Spundwand. Auf fast 750 Meter Länge ist sie seit dem Start im letzten Quartal des Vorjahres gewachsen. Der Lückenschluss zur Ölmühle im Süden wird in wenigen Wochen begonnen. Außer der Kranbahn ist der Portalkran vergeben. Er ist das Herzstück für den geplanten Hanse-Hafen, charakterisierte Hafen -GmbH - Chef Karl-Heinz Ehrhardt die Großinvestition.

Erst vor wenigen Wochen hatte der Kranbau Köthen den Zuschlag für die 2,7 Millionen Euro teure Hafentechnik erhalten. Für das Unternehmen (210 Mitarbeiter, Jahresumsatz30 Millionen Euro) ist der Auftrag in mehrfacher Hinsicht bedeutsam:

"Das hilft, Arbeitsplätze zu sichern. Außerdem wollen wir uns dem Gebiet des Portalkranbaus geschäftliche weiter ausdehnen"

erklärte Klaus Müller, Geschäftsführer des Mittelständischen Unternehmens. Müller hatte kürzlich im Hansehafen die Örtlichkeiten im Augenschein genommen.

Der Portalkran - wegen seiner Ausmaße als so genannter Fachwerkbau ausgerichtet - ist eines der größten Aufträge dieser Art für das Unternehmen. Eine Herausforderung, bei der wir uns als Hersteller weiter profilieren werden, sagte Müller.

Etwa anderthalb Jahre Zeit hat das Unternehmen für den Bau des Großgeräts, das 41 Tonnen Last tragen kann, 93Meter Brückenlänge und eine Spurweite von 50 Metern aufweist. Auf Grund seiner Auskragung (18 Meter über Land, 25 Meter über Wasser) ist er sowohl über Schiff, Lager, Bahn und LKW einsetzbar.

Die trimodale Ausrichtung ist kennzeichnend für den Hansehafen als moderner Umschlagpunkt im Norden der Stadt. Außer Kranbau Köthen sind der Zeit u.a. Storck Umwelttechnik und das IVW-Ingenieurbüro - beide aus Magdeburg - als sachsen-anhaltische Firmen in die vom Land mit über 18 Millionen Euro geförderte Investition eingebunden.

Es gehe zielstrebig voran, schätzte Karl-Heinz Ehrhardt den Stand beim Hafen-Neubau ein. Rund 10 Millionen Euro werden in diesem Jahr verbaut.

Etwa zu Jahresmitte steht eine weitere wichtige Baupause bevor: Dann wird der zwischen Spundwand und Kanal gelegene Geländestreifen von über 50 Metern Breite ausgebaggert, das bis auf Tiefe der Kanalsohle und später geflutet.

Bereits Anfang 2006 sollen die ersten Schiffe am so entstandenen Kai ankern und vor allem die riesigen Windradteile von Enercon an Bord nehmen.

Bis 2008 wird der neue Hafen vollständig fertig sein.

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