Baubeginn bei Solvay im April

Mittwoch, 26. März 2008, 13:43 Uhr

Baubeginn bei Solvay im April

Klage keine Auswirkung - Bewerbungen Ende 2008 möglich

mz-web.de, 14.03.08, von Andreas Braun

Bernburg/MZ. Die Betreibergesellschaft des geplanten Heizkraftwerkes an der Köthenschen Straße verlegt noch vor den Sommerferien den Firmensitz von Hannover nach Bernburg. Das gaben am Freitag Thomas Müller, Werkleiter von Solvay Bernburg, und Ralf Uhlemann, Prokurist der Energie Anlage Bernburg GmbH (EAB), bekannt.

Die EAB ist eine Betreiberfirma für das Heizkraftwerk, in der die Unternehmen Tönsmeier und Solvay Gesellschafter sind, wobei der Entsorger Tönsmeier die Mehrheit hat. Der Firmensitz befand sich zunächst in Hannover, weil dort die beiden Firmen Zentralen haben und auch die Fachleute für Firmengründungen sitzen, begründet Uhlemann. Doch da man nun aus der "administrativen Phase" heraus ist, sei es nur konsequent und auch sinnvoll, den Sitz von der Leine an die Saale zu verlegen.

Die EAB ist für das Heizkraftwerkes zuständig. Im April will man mit dem Bau beginnen. Uhlemann und Müller sehen sich durch eine eventuell Klage nicht darin beeinträchtigt, den Bau zu beginnen. Das Landesverwaltungsamt hatte diesbezüglich verlauten lassen, dass der erteilte Genehmigungsbescheid nur gelte, wenn er nicht angegriffen werde. Dieser Eindruck sei falsch, so Uhlemann. "Die im Genehmigungsbescheid angeordnete sofortige Vollziehung führt dazu, dass der Bescheid auch dann nutzbar bleibt, wenn von dritter Seite geklagt wird", so Uhlemann.

Das Heizkraftwerk wird von den Gegnern Müllverbrennungsanlage genannt, weil hier aus Abfall gewonnene energiereiche Stoffe zur Gewinnung von Dampf und Strom für Solvay verbrannt werden. Die so genannten Ersatzbrennstoffe (EBS) sind nach Boris Ziegler, Tönsmeier-Pressesprecher, Papier, Holz, Kunststoffe und Textilien, wie sie im Haus- und Gewerbemüll anfallen. Für Solvay geht es um den Aspekt, dass immer teurer werdendes Öl und Erdgas eingespart werden kann. Mit der Entscheidung für das Heizwerk, so begründet Werkleiter Müller, stelle man die Energiegewinnung auf eine breitere Basis. Die Entscheidung sichere den Standort Bernburg.

Bewerbungen für das Heizkraftwerk will das Unternehmen Ende 2008 / Anfang 2009 entgegennehmen, hieß es am Freitag.

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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