Bauer führt die SPD in dem neuen Kreisverband

Sonntag, 08. Oktober 2006, 19:26 Uhr

Bauer führt die SPD in dem neuen Kreisverband

Ex-Kreisvorsitzende verzichten auf Platz im neuen Vorstand von Andreas Braun

Schönebeck/MZ. Geschichtsträchtiger konnten Tag und Raum nicht gewählt werden, als die SPD den neuen Kreisverband "Salzlandkreis" gründete. Im sanierten Ballsaal des Kurhauses in Schönebeck hatten sich die Delegierten aus den drei Kreisen Bernburg, Schönebeck und Aschersleben-Staßfurt am 7. Oktober zusammengefunden, um sich zu vereinen.

Am 7. Oktober 1949 hatte sich die DDR gegründet, und im Ballsaal wurden 1948 in der Russischen Besatzungszone die privaten Krankenkassen zur staatlichen Krankenversicherung (SVK) zwangsvereinigt. Markus Bauer, den der Kreisparteitag am Sonnabend mit 91,67 Prozent zum ersten Vorsitzenden des neuen Kreisverbandes wählte, sieht kein schlechtes Omen darin, dass weder DDR noch SVK noch existieren. Der Blick nach vorn unter dem Motto "Gemeinsam in die Zukunft" zählt. Man will gestärkt zu neuen Ufern aufbrechen. Die heißen Kreisfusion und Kommunalwahlen im April 2007.

Der neue Verband ist knapp 400 Mitglieder stark. Einen kleinen Ausflug in die Geschichte erlaubte sich der neue starke Mann der Sozialdemokraten im Kreisverband doch. Immerhin sei für die SPD der 7. Oktober auch ein freudiger Tag, denn 1989 wurde die SDP - die Sozialdemokratische Partei in der DDR - gegründet, die sich 1990 mit der SPD zusammenschloss.

Bauer, der als einziger Kandidat für den Vorsitz zur Verfügung stand, nahm die Amtsaufgaben schon vor der Wahl wahr. Er überreichte dem jüngsten und dem ältesten Mitglied zur Begrüßung eine rote Rose. Auch Bernward Rothe, Vorsitzender des Kreisverbandes Aschersleben-Staßfurt, griff in seinem letzten Rechenschaftsbericht vor. Er appellierte, dass der Kreisparteitag Bauer mit großer Unterstützung wählen möge.

Selbst stellte Rothe, der für die SPD im Landtag sitzt, keinen Anspruch auf die Führungsposition. Auch als Stellvertreter oder Vorstandsmitlied wollte er sich nicht wählen lassen. "Es gab genügend Bewerbungen für den Vorstand. Da habe ich verzichtet", so seine Begründung. Die Schönebecker Vorsitzende Petra Grimm-Benne, auch Landtagsmitglied, aber nicht mehr im neuen Vorstand, hatte erst Ambitionen auf den Chefsessel. Doch, so war von Delegierten und Insidern auf den Besucherrängen zu hören, sei sie nicht mehrheitsfähig gewesen.

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