Bericht Stammtisch MHG

Donnerstag, 12. Mai 2005, 15:06 Uhr

Bericht Stammtisch MHG

Träger des Vorhabens berichtet zur Vollendung des Saaleausbaus

Am 12. Mai 2005 informierte Herr Rolf Lack, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Magdeburg, beim Stammtisch der Magdeburger Hafen GmbH über den Stand der Vorbereitungen zum Bau des Schleusenkanals bei Tornitz.

Nachdem die Saale bereits vor dem 2. Weltkrieg zwischen dem Hafen Halle und Calbe auf einer Länge von rund 70 Kilometern für das 1000-Tonnen-Schiff ausgebaut wurde sind auch mit dem neuen Bundesverkehrswegeplan wiederum die Voraussetzungen geschaffen, nun endlich das letzte Teilstück im Unterlauf dieser Bundeswasserstraße für eine über das ganze Jahr kalkulierbare Güterschifffahrt herzurichten.

Mit der Antragskonferenz am 10. Dezember 2004 leitete das Landesverwaltungsamt Halle das Raumordnungsverfahren für die bauliche Maßnahme zur Vollendung des Saaleausbaus ein.

Da die Staustufenlösung nach dem alten Bundesverkehrswegeplan aus naturschutzfachlichen Gründen im Jahr 2001 verworfen wurde, ist jetzt ein ca. 7,5 Kilometer langer Schleusenkanal ohne Wehr Gegenstand der raumordnerischen Untersuchungen.

Dieser Kanal soll unterhalb von Calbe (Saalekilometer 17,5) beginnen und 2 Kilometer vor der Mündung der Saale in die Elbe den Fluss wieder erreichen. Durch diese Lösung kann nicht nur das Umweltrisiko erheblich reduziert werden, sondern neben der Verkürzung des Schifffahrtsweges um 8 Kilometer auch ein nachhaltiger Beitrag für den Naturschutz und Wassertourismus im 15,5 Kilometer langen Altverlauf der Saale gesichert werden.

Im Rahmen der gegenwärtigen Variantenuntersuchungen für den Kanalverlauf sind weitere Optimierungspotenziale für die Schifffahrt, den Wasser- und Radtourismus oder den Zeitbedarf für die Planung und Baurealisierung nicht auszuschließen.

Aus heutiger Sicht kann nach der erfolgten Einleitung des Raumordnungsverfahrens mit dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens im Jahr 2007, dem Start für den Entwurf der Ausführungsplanung im Jahr 2009 und mit dem Baubeginn des Seitenkanals spätestens im Jahr 2011 gerechnet werden.

Das die Saale bei verlässlichen Abladetiefen als kostengünstiger Transportweg angenommen wird, unterstrich kürzlich die Getreide- und Agrarhandel GmbH Halle, die 5.000 Tonnen Raps mit insgesamt 7 Schiffen nach Spyck am Niederrhein beförderte. Die Transportkosten mit dem umweltfreundlichen Binnenschiff waren um ca. 5 Euro je Tonne günstiger als der Versand mit dem Lkw.

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