Bestes Ergebnis seit Hafenbestehen

Sonntag, 24. Februar 2008, 08:29 Uhr

Bestes Ergebnis seit Hafenbestehen

Akener Geschäftsführer Klaus Schröter zieht Bilanz: Jahresumsatz um 16 Prozent gewachsen

mz-web.de, von Sylvia Czajka

Aken/MZ. "Es ist das beste Ergebnis seit dem Bestehen der Hafenbetrieb Aken GmbH vor 15 Jahren", sagt Klaus Schröter nicht ohne Stolz. Im Blick hat der Geschäftsführer des Hafens den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2006 / 2007. Die wichtigsten wirtschaftlichen Kennziffern konnten gegenüber dem Vorjahr erheblich gesteigert werden, zieht Schröter Bilanz. Der Umsatz ist um 16 Prozent gewachsen. Waren es 2005 / 06 noch 2,604 Millionen Euro, konnte nun mit 3,02 Millionen Euro abgeschlossen werden. Auch das Jahresergebnis könne sich sehen lassen. Es wurde um 25 Prozent auf 150 300 Euro verbessert.

Um 27 Prozent gestiegen ist der Gesamtumschlag auf Schiene, Binnenschiff und Lkw, informiert Klaus Schröter im MZ-Gespräch. Waren es 2005 / 06 noch 232 000 Tonnen, konnten im zurückliegenden Geschäftsjahr 295 000 Tonnen bewegt werden. Derzeitig nutzen 50 Unternehmen den Binnenhafen Aken als Logistikstandort, davon allein etwa 20 Firmen für den Schwergutverkehr zu allen Seehäfen. Das Schwergutterminal in Aken mit der höchsten stationären Tragkraft von 270 Tonnen in der Elberegion für Schiff, Bahn und Lkw ist das Kernstück, so Schröter.

Zu den Kunden im Hafen gehören u.a. neben dem Maschinen- und Anlagenbau Grimma und Siemens in Erfurt auch die Köthener Unternehmen wie VKK Standardkessel und die Kranbau GmbH. Diese haben, teilt Schröter mit, im vergangenen Jahr sogar ein Drittel mehr Schwergüter über den Hafen abgewickelt. "Die Wirtschaft hat einen hohen Bedarf, Güter per Binnenschifffahrt auf der Elbe zu transportieren", weiß der Fachmann. Wichtige Voraussetzung für den Transport auf dem Wasser ist, dass für eine Fahrrinnentiefe von mindestens 1,60 Meter gesorgt wird. Die derzeitigen Unterhaltungsmaßnahmen seien ausgewogen und würden durch die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes schrittweise bis zum Jahr 2010 umgesetzt.

Die Entwicklung im Güterverkehr per Schiene hebt der Geschäftsführer besonders hervor. Dieser konnte um 121 Prozent auf 74 400 Tonnen gesteigert werden. Dies unterstreiche den Stellenwert der Bahnanbindung Köthen-Aken zur Nutzung im Güterverkehr für die Wirtschaft, so Schröter. Der Stellenwert der Binnenschifffahrt bei Bund und Ländern zeigt sich mit der Aufnahme in die Verkehrskonzepte. Der Bund werde im Frühjahr, spätestens im Sommer, den Masterplan für Güterverkehr und Logistik verabschieden, auch in Sachsen-Anhalt arbeite man derzeit an einem Landeslogistikkonzept, berichtet Schröter.

In Vorbereitung sei auch, die Elbecontainerlinie Hamburg-Magdeburg-Aken-Riesa auszubauen. Derzeit verkehre der Schubverband, der 148 Container-Einheiten fasst, zweimal wöchentlich. Im Frühjahr, so der Hafenchef, plane man den Transfer gemeinsam mit der Binnenrederei Berlin AG dreimal wöchentlich. Die gute Auslastung der Linie habe die Beteiligten bewogen, über diesen Schritt nachzudenken, heißt es im MZ-Gespräch.

Des weiteren plant der Hafenbetrieb Aken Flächenerweiterungen. Der Bedarf an Montageleistungen und Zwischenlagerungen von Stückgütern steige stetig. Dafür müsse nun mehr Raum geschaffen werden, erklärt Schröter. Stolz ist der Geschäftsführer nicht nur auf das Jahresergebnis, sondern auch auf sein elfköpfiges Team. Das habe sich immer durch hohe Flexibilität und Einsatzbereitschaft ausgezeichnet, meint er. Mittelfristig sei auch geplant, den Hafen personell zu verstärken.

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