Binnenhafen Aken /Elbe

Freitag, 02. März 2007, 22:39 Uhr

Binnenhafen Aken /Elbe

Erneut positives Geschäftsergebnis und erstmalig Schwerlastverkehr per Bahn

In der vergangenen Woche bestätigte der Stadtrat der Stadt Aken den Jahresabschluss der Hafenbetrieb Aken GmbH. Das Vorjahresergebnis schloss bereits mit einem plus von 71 T€ ab. Nunmehr wurde dieses Ergebnis mit 120 T€ weit übertroffen. Dafür haben sich die Stadträte bei den Mitarbeitern des Hafens bedankt.

Jetzt zahlen sich die Investitionen in die Hafeninfrastruktur aus. Diese kommen der Wirtschaft zugute und sichern Arbeitsplätze in den Industrieunternehmen und in der Logistikbranche. Neue Spundwände, ein neuer Schwerlastterminal, die Aufrüstung des Schwerlastkranes und rekonstruierte Gleisanlagen sind fester Bestandteil der Logistik des Hafens. Sie haben den trimodalen Hafenstandort erheblich aufgewertet.

Die Wirtschaft der Region nutzt zunehmend die Bahnanlagen des Hafens im Containerverkehr und im Massengutbereich. Der Bahnverkehr weist ein Wachstum auf, 51.000 t im Jahr 2006 (Vorjahr 31.000 t) sind der Beweis. Harnstofftransporte zum rekonstruierten Düngemitteltank-lager sind von der Straße auf die Bahn verlagert worden.

Die Mitteldeutsche Rohstoff-Recycling GmbH hat einen Scherenbetrieb aufgenommen, Arbeits-plätze wurden geschaffen.

Diese Unternehmen brauchen zunehmend die Bahnanbindung. Dies gilt auch für die Verkehre, die durch unzureichende Unterhaltungsmaßnahmen des Bundes an der Wasserstraße Elbe ver-hindert werden, denn die Modernisierung der Elbe mit einer durchgängigen Fahrrinnentiefe von 1,60 m wird noch 3 bis 4 Jahre dauern.

Zum Hauptstandbein des Hafens ist der Schwerlastverkehr avanciert. Während im Vorjahr 11.120 Tonnen Schwergut und Projektladung über die Kaikante gingen, waren es im letzten Geschäftsjahr bereits 15.152 Tonnen. 18 Unternehmen mit wirtschaftlichem Schwergewicht nutzen den Hafen und die Binnenschifffahrt für überdimensionale Anlagen.

Nun wird auch die Bahn in den Schwergutverkehr eingebunden. Am 28. Februar 2007, in den Vormittagsstunden, trifft nach intensiver Vorbereitung aller Transportbeteiligten erstmalig ein Generator der Firma Siemens mit einem Stückgewicht von 180 Tonnen auf dem Bahnhof Aken/Elbe ein. Die Lokomotive der Mitteldeutschen Eisenbahn GmbH als Partner des Hafens im Schienengüterverkehr, hat den Spezialwagen der Firma NCS am Zughaken. Die Hafenbahn übernimmt und befördert das Schwerlastkolli über die modernisierten Gleisanlagen zum Stich-gleis, direkt am Schwergutkran gelegen.

 

 Der schwergewichtige Riese ist für die Weiterbeför-derung mit dem Binnenschiff nach Hamburg bestimmt. Von Hamburg geht es weiter über den Seeweg zum Bestimmungsort im Jemen.

Aken, 28. 02. 2007
Schröter
Geschäftsführer Hafenbetrieb Aken GmbH

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