Binnenhäfen an der Elbe mit leichter Umsatzsteigerung

Freitag, 03. Februar 2006, 10:50 Uhr

Binnenhäfen an der Elbe mit leichter Umsatzsteigerung

MZ vom 01.02.2006

 

Verbund: Insgesamt wurden 2,32 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen

Dresden/Roßlau/Magdeburg/dpa. Die zum Hafenverbund gehörenden Binnenhäfen an der Elbe haben 2005 ihren Umsatz geringfügig erhöht. Er lag bei knapp 9,5 Millionen Euro, 150 000 Euro mehr als im Vorjahr, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Dresden mit. Insgesamt wurden 2,32 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, über 7 Prozent mehr als 2004. Zu dem Verbund gehören die Häfen in Dresden, Riesa, Torgau und Roßlau (Sachsen-Anhalt) sowie in den tschechischen Städten Decin und Lovosice. Sie agieren unter dem Dach der Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH.

Nach Aussagen von Geschäftsführer Detlef Bütow gab es vor allem beim Güterverkehr per Binnenschiff ein deutliches Wachstum von mehr als 16 Prozent auf reichlich 802 000 Tonnen. Dabei hätten noch rund 200 000 Tonnen mehr auf dem Wasser transportiert werden können, wenn es entsprechenden Frachtraum gegeben hätte. Das Niedrigwasser der Elbe in den vergangenen Jahren habe die Reedereien zum Abwandern an Rhein oder Donau bewogen. Allein in Tschechien sei auf diese Weise ein Viertel der Flotte verschwunden, hieß es.

Bütow verwies auf den Öko-Faktor Wassertransport. Im vergangenen Jahr seien auf dem Elbe-Abschnitt zwischen Decin und Magdeburg rund 4,3 Millionen Tonnen befördert worden. «Damit holten wir praktisch 213 590 Lastkraftwagen von der Straße», sagte er. Würden diese Lkw Stoßstange an Stoßstange aneinander gereiht, ergebe das fünf Mal die Entfernung zwischen Hamburg und München. «In der Elbe liegt noch viel Reserve», sagte ein Mitarbeiter des Hamburger Hafens und verwies auf die Eisenbahnstrecken in Richtung Nordsee, die bereits zu 90 Prozent ausgelastet seien und kaum noch Spielraum zuließen.

Von der Bundesregierung verlangte Bütow eine rasche Beseitigung der «Schwachstellen» in der Elbe. Nach dem Jahrhunderthochwasser 2002 seien die Arbeiten zur Pflege der Wasserstraße erst 2004 wieder aufgenommen worden. Die Instandhaltung müsse auf der gesamten Strecke rasch vonstatten gehen.


In der Sächsischen Zeitung erschien im Montagsinterview ein Gespräch mit dem Kapitän Detlef Bütow (Quelle: Sächsische Zeitung, www.sz-online.de/archiv/).

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