Binnenschifffahrt durch Treibstoffpreise nicht unter Druck

Dienstag, 08. Juli 2008, 08:11 Uhr

Binnenschifffahrt durch Treibstoffpreise nicht unter Druck

BDB sieht keine Gefahren für Arbeitsplätze

Euro am Sonntag 07.07.2008

Der Bundesverband der deutschen Binnenschifffahrt sieht angesichts hoher Öl- und Treibstoffpreise keine Gefahren für die Arbeitsplätze in der Branche. Dies sagte der für Umweltschutz verantwortliche Geschäftsführer des Verbandes, Jörg Rusche, gegenüber Euro am Sonntag Online.

Zum einen seien über 90 Prozent der Binnenschiffe mit dem Mineralöl- und Ökosteuer befreiten Gasöl unterwegs. „Außerdem haben wir die beste Energiebilanz im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern“, sagte Rusche. Eine kürzlich vorgestellte Studie zum verkehrswirtschaftlichen und ökologischen Vergleich der Verkehrsträger habe festgestellt, dass Binnenschiffe im Massenguttransport 67 Prozent weniger Energie verbrauchten als der Lkw und 35 Prozent weniger als die Bahn, sagte Rusche.

Deshalb seien auch die kleineren Passagierschiffe, die handelsüblichen Diesel tankten, nicht zusätzlich unter großem Druck. Rusche sieht die Binnenschifffahrt angesichts des Ölpreisschocks weiter im Aufwind. „Wir haben im Gegensatz zur Autobahn noch Kapazitäten.“ Die Binnenschiffe leisteten heute schon so viel wie die Bahn, in NRW sogar schon mehr.

Im ersten Quartal 2008 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 61,9 Millionen Tonnen Güter auf den deutschen Wasserstraßen transportiert. Ein Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zur Vorjahreszeit.

Der Bundesverband der Transportunternehmen sieht hingegen in den kommenden Monaten bis zu 20.000 Arbeitsplätze - vor allem bei Kleintransport-Unternehmen - in Gefahr. Der Taxiverband spricht gar von 50.000 bedrohten Jobs angesichts der hohen Kraftstoffpreise (ben).

 

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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