Binnenschifffahrt meldet Rekord beim Ladungsaufkommen

Montag, 30. März 2009, 11:02 Uhr

Binnenschifffahrt meldet Rekord beim Ladungsaufkommen

Von Peter Zerbe 30. März 2009, 02:22 Uhr

Trotz der Wirtschaftskrise hat die Binnenschifffahrt im Hinterlandverkehr des Hamburger Hafens mit einem Ladungsaufkommen von 12,2 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr einen Rekord erzielt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete dies eine Steigerung um 1,5 Prozent. Nach Angaben der Hafen Hamburg Marketing sind niemals zuvor so viele Güter per Binnenschiff von und nach Hamburg transportiert worden. Damit wächst die Binnenschifffahrt in Hamburg gegen den Bundestrend: Insgesamt ist der Transport auf den deutschen Wasserstraßen 2008 um 1,6 Prozent zurückgegangen.

10 383 Binnenschiffe liefen im vergangenen Jahr den Hamburger Hafen an. Dies waren geringfügig weniger als im Jahr zuvor. Dass das Ladungsaufkommen dennoch wuchs, führen die Hafenstatistiker auf eine größere eingesetzte Tonnage und eine bessere Auslastung zurück. Wichtigste Güterarten waren wieder Mineralölprodukte, Gase, Kohle und Erz sowie land- und forstwirtschaftliche Produkte. Sie verzeichneten den stärksten Zuwachs, gefolgt von chemischen Erzeugnissen, Düngemitteln sowie von Halb- und Fertigwaren.

Im Containerverkehr kommt die Binnenschifffahrt immer besser ins Geschäft. So stieg die Zahl der beförderten 20-Fuß-Standardcontainer im Berichtsjahr um 29 Prozent auf 119 000 Kisten. Gleichwohl sehen die Experten hier ein viel größeres Potenzial.

Um die Elbe zu einer leistungsfähigen europäischen Wasserstraße auszubauen, hat das Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg die Arbeiten an der für den Hamburger Hafen so wichtigen Elb-Strecke zwischen Dömitz und Lauenburg wieder aufgenommen. Nach dem Elbhochwasser im Jahre 2002 waren die Arbeiten auf Weisung der Bundesregierung eingestellt worden, weil man befürchtete, weitere Flutwellen könnten die Ufergebiete schädigen. Nach Untersuchungen durch die Bundesanstalt für Wasserbau wechselte die Ansicht.

Bis zum Jahr 2010 soll es zwischen Dresden und Lauenburg eine durchgehende Mindestwassertiefe von 1,60 Meter geben, wenn die Reparatur der Uferbefestigungen sowie örtliche Ausbaggerungen abgeschlossen sind. Wie wichtig die Sicherung der Wasserstraße ist, zeigt ein Blick in die Geschichte. Vor 1914 hatte die Binnenschifffahrt auf der Elbe eine größere Transportmenge zu bewältigen als auf dem Rhein.

URL: http://www.welt.de/welt_print/article3468571/Binnenschifffahrt-meldet-Rekord-beim-Ladungsaufkommen.html

 

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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