Brückenschlag mit einem kleinen Stadthafen

Sonntag, 04. Oktober 2009, 09:45 Uhr

Brückenschlag mit einem kleinen Stadthafen

Saline-Insel als IBA-Projekt:

Super Sonntag, 4.10.2009

Halle (red). Durch den Ausbau von Halle-Neustadt wurde die landschaftlich reizvolle Salineinsel zur geographischen Mitte der neuen Doppelstadt. Die auf der Saline angesiedelte Salzproduktion war über Jahrhunderte das industrielle Wirtschaftszentrum vor den Toren der Stadt. Die größte Saale-Insel der Stadt misst etwa einen halben Kilometer in der Breite und zwei Kilometer in der Länge. Von der Brücke der Hochstraße und der Mansfelder Straße ist sie mehrfach durchschnitten und nicht mehr als einheitlicher Raum erlebbar. Die Barrieren entstanden ausschließlich im Zusammenhang mit der Versorgung und Erschließung von Neustadt. Die Erschließung der Insel und die Entfaltung ihres Potenzials als attraktiver Standort mitten in der Stadt wird nun mit Hilfe eines Projektes für die Internationale Bauausstellung 2010 (IBA) in Halle vorangetrieben. Seit langem ist es erklärtes Ziel der Stadt, die Insel durch einen Mix aus Wohnen am Fluss, Freizeit, Kultur und Gewerbe zu einem Bindeglied der beiden Hallenser Stadthälften zu machen. Die unzerstörten Naturräume, das Freibad, das alte Gasometer und vor allem das historische Ensemble um das Salinemuseum sind wichtige, bereits jetzt genutzte Stärken des Standorts. Eine Vernetzung der Saline mit den beiden Stadthälften kann dafür sorgen, dass die Insel doppelt profitiert und die Doppelstadtteile ihrerseits von einer attraktiven Salineinsel profitieren. Aussichtsreich ist die Chance, dass das vor allem östlich der Saale beheimatete Kulturleben über die Saale „schwappen“ kann. Thema ist somit, mit Hilfe kurzfristig realisierbarer Infrastrukturmaßnahmen den Standort aufzuwerten. Eine neue Saalebrücke für Fußgänger und Radfahrer in Höhe der Franz-Schubert-Straße soll maßgeblich dafür sorgen, dass der Nordteil der Insel direkt mit der Altstadt verknüpft wird. Ein kleiner Stadthafen wird an der Elisabethsaale errichtet mit öffentlichem Bootsanleger für Wasserwanderer und Jachten. Es entstehen Dauerliegeplätze für historische Großboote der Stadt und ergänzende Servicestationen. Die öffentlichen, nicht vereinsgebundenen Anlegemöglichkeiten erschließen Insel und Stadt für ein völlig neues Besucherklientel. Die „Jugendwerkstatt Frohe Zukunft“ wird als künftiger Betreiber des Stadthafens in die Umsetzung eingebunden. Langfristig soll hier eine weitere Saalebrücke die direkte Verbindung nach Neustadt herstellen. Ein neuer öffentlicher Weg entlang des Sophienhafens samt einer kleinen Brücke über den Kotgraben soll die Anbindung des Stadthafens an die neue Saalebrücke und an die Altstadt sichern.

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