BUND protestiert gegen die Schifffahrt auf der Elbe und Saale

Sonntag, 30. November 2008, 16:04 Uhr

BUND protestiert gegen die Schifffahrt auf der Elbe und Saale

PM des VHdS e.V.

Dresden - Mit Fackeln entlang der Elbe haben Umweltschützer und Anwohner am Samstag gegen den Ausbau des Flusses für die Schifffahrt protestiert.
Zwischen deutsch-tschechischer Grenze und Nordsee habe es unter dem Motto “Fackeln für die Elbe“ Aktionen in 41 Städten mit zusammen etwa 12 000 Teilnehmern gegeben, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) am Sonntag in Magdeburg mit.

Auf der Dritten Flussgebietskonferenz der Bundesregierung am 11. und 12. September in Berlin stellte Bundesverkehrsminister, Wolfgang Tiefensee die Ergebnisse einer Studie des Meinungsforschungsinstitutes EMNID zum Thema „Flüsse und Flussgebiete“ vom August 2008  vor.
Nach einer repräsentativen Befragung der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren in Privathaushalten in der Bundesrepublik Deutschland kommt die Studie bezüglich der Protestaktion der Umweltschützer zu interessanten Ergebnissen:
- Die Schifffahrt wird von der großen Mehrheit der Bevölkerung als eher interessant oder bereichernd empfunden (83%).
- Drei Viertel der deutschen Bevölkerung würden eine Entlastung der Autobahnen durch eine verstärkte Nutzung der Wasserstraßen begrüßen (75%).
- Die große Mehrheit der Bevölkerung (82%) findet, dass Bürger und Binnenschifffahrt gleichberechtigt von den Investitionen für die Bundeswasserstraßen profitieren sollten.

Übrigens die genannten 12 000 Teilnehmer der Protestaktion machen 0,00015 % der Bevölkerung aus.

Wirtschaft und Tourismus setzen auf die Reparatur- und Unterhaltungsmaßnahmen der Bundesregierung für die Elbe, um die über 1000-jährige Geschichte der Elbschifffahrt im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung fortzusetzen.
In einer „Hamburger Erklärung“ hat der Elbschifffahrtstag 2008 am 28.11. Bundestag und Bundesregierung aufgefordert, die zugesagten Maßnahmen zur Verbesserung der Schiffbarkeit auf der Mittel- und Oberelbe zeitgerecht umzusetzen und auch nach dem Jahr 2010 für stabile und verlässliche Schifffahrtsverhältnisse zu sorgen.
Karin Roth (SPD), Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, betonte auf dem Elbschifffahrtstag noch einmal, dass der Bund die Elbe bis zum Jahr 2010 auf eine Tiefe von 1,60 Metern durchgängig schiffbar machen werde.
André Schröder, Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt forderte die Bundesregierung in seinem Grußwort an den Elbschifffahrtstag auf, neben den notwendigen Unterhaltungsmaßnahmen an der Elbe auch die jetzt anstehenden Planungen zum Schleusenkanal Tornitz entsprechend des Bundesverkehrswegeplanes 2003 zu beginnen.


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