Bundesstaatssekretär Ulrich Kasparick im Interview mit Elbe Report

Sonntag, 05. August 2007, 08:54 Uhr

Bundesstaatssekretär Ulrich Kasparick im Interview mit Elbe Report

Aussagen zu Elbe und Saale, mit erschreckendem Bild auf „unser“ Ministerium

Ulrich Kasparick ist seit 2005 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung mit den Aufgabenschwerpunkten:Aufbau Ost; Raumordnung und Strukturpolitik; Forschung; Raumfahrt; Galileo;Verkehrssicherheit/Verkehrsrecht; Luftverkehr; Demografischer Wandel;Informations- und Kommunikationstechnologien.Europäische und internationale Fragen im dargestellten Aufgabenbereich. 

A 14. Baustart unklar

Elbe Report 29.07.2007

und

Saaleausbau ohne Chance

Sonntagsnachrichten 29.07.2007

 

zu Elbe und Saale: 

Auch der Ausbau der Eibe ist nach wie vor umstritten. Es heißt, das Wasserstraßenkreuz Magdeburg sei nicht ausgelastet, macht ein Elbausbau dann überhaupt noch Sinn?

Man sollte zunächst wissen, dass 80 Prozent der Binnenwassertransportleistungen auf dem Rhein stattfinden. Alle anderen Flüsse teilen sich die restlichen 20 Prozent

Damit ist die eigentliche Binnenwasserstraße in Deutschland der Rhein. Hinzu kommen die Kanäle. Die werden in Zukunft immer wichtiger, weil sie von den Folgen des Klimawandels weniger betroffen sind, als die Flüsse. Daher hat der Bund seine Prioritäten in den Lückenschluss der großen Verkehrsachsen gesetzt. Und das ist für uns der Ost-West-Verkehr.

Hier investieren wir in Erhaltung und Ausbau. 

 

Das Thema Elbausbau ist also vom Tisch?

Wir wollen den nicht. Es gibt allerdings unterschiedliche Interessengruppen. Das ist legitim. 

 

Lohnt sich dann der Saalekanal überhaupt noch?

Bisher haben sich die Prognosen, die beim Ausbau von Flüssen zu Grunde gelegt wurden nicht erfüllt. Im laufenden Raumordnungsverfahren hat sich das Bundesverkehrsministerium den Prognosen des Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt nicht angeschlossen. 

 

Aber der Kanal wird kommen. Er ist doch beschlossen....

Ich sehe das noch nicht. Wir arbeiten jetzt die notwenigen Schritte ab, also das Raumordnungsverfahren. Die endgültige Entscheidung über den Bau wird aber im Parlament getroffen und da es sich um eine Bundeswasserstraße handelt, ist das der Bundestag. Der Kanal ist weder im Investitionsrahmenplan enthalten, der bis 2010 läuft, noch sehe ich da eine Konkretisierung. Die Ergebnisse des Raumordnungsverfahrens werden  Mitte 2008 erwartet. Die Diskussion wird uns weiter begleiten.

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