Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB)

Dienstag, 01. Februar 2005, 11:26 Uhr

Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB)

Forderung nach flussangepassten Binnenschiffen ist realitätsfern!

Gutachten bestätigt die Überzeugung des Binnenschifffahrtsgewerbes:

Duisburg, 13. Januar 2005

"Wir fühlen uns in unserer Auffassung bestätigt, dass die von Flussausbaugegnern vorgebrachte Forderung, das Schiff solle sich dem Fluss anpassen, absolut realitätsfern ist. Das Gutachten belegt eindeutig, dass der Einsatz dieser innovativen Schiffstypen, insbesondere des "flachgehenden Binnenschiffs" wirtschaftlich nicht vertretbar ist, weil er nicht einmal die Kosten deckt!"

Dies erklärte Heinz Hofmann, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB), anlässlich der Veröffentlichung eines vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebenen Gutachtens zum Thema "Technische und wirtschaftliche Konzepte für flussangepasste Binnenschiffe".

Die entscheidenden Faktoren der Wasserstraßeninfrastruktur sind für die Binnenschifffahrt die Fahrwassertiefe und die sich hieraus ergebende Abladetiefe sowie die Größe der einsetzbaren Schiffseinheiten, um sich im Wettbewerb mit den konkurrierenden Verkehrsträgern Straße und Schiene zu behaupten, erklären die Gutachter des Europäischen Entwicklungszentrums für Binnen- und Küstenschifffahrt in Duisburg. Innovative Maßnahmen könnten zwar helfen, die gegebenen Randbedingungen optimal zu nutzen, sie sind jedoch nicht in der Lage, infrastrukturelle Beschränkungen zu kompensieren.

Das bereits im Juli 2004 fertig gestellte, aber bis heute von Bundesverkehrsminister Stolpe unter Verschluss gehaltene Gutachten erteilt damit der rot-grünen Koalitionsvereinbarung eine deutliche Absage. Unter dem Eindruck der Hochwasserkatastrophe hatte die Bundesregierung im Oktober 2002 beschlossen, dass die Befahrbarkeit der Flüsse durch die Entwicklung flussangepasster Binnenschiffe verbessert werden sollte.

"Die Bundesregierung ist von wissenschaftlicher Seite daran erinnert worden, dass ein bedarfsgerechter Ausbau der Binnenwasserstraßen für die Binnenschifffahrt nach wie vor unverzichtbar ist, wenn Güter auf den alternativen Verkehrsträger verlagert werden sollen."

erläutert BDB-Präsident Hofmann.

Bereits im September 2003 wurde die Behauptung widerlegt, dass die Flussausbaumaßnahmen ursächlich für die Hochwasserkatastrophe waren. Nun wurde weiter widerlegt, dass auch ein Güterverkehr mit sogenannten flussangepassten Binnenschiffen machbar ist.

"Ich hoffe, dass die Bundesregierung nun endlich die erforderlichen infrastrukturellen Maßnahmen für die Binnenschifffahrt ergreift!"

zeigte sich BDB-Präsident Hofmann optimistisch.

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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