Bunter Festtrubel in der Elbestadt

Sonntag, 17. August 2008, 22:47 Uhr

Bunter Festtrubel in der Elbestadt

14. Akener Stadtfest

mz-web.de 17.08.08 von Stefanie Greiner

Akener feiern zum 14. Mal - Viele Vereine mit von der Partie - Neue Ideen für Münzmotive gesucht

Aken/MZ. Diese Chance wollte sich Ernst König nicht entgehen lassen. Mit dem Fernglas in der Hand erklomm der 60-Jährige am Samstagmorgen gemeinsam mit seinen Enkelkindern Anne Katrin und Quentin die 115 Holzstufen zur Glocke der Akener Nikolaikirche. "Wir haben gehofft, den Brocken sehen zu können, aber wurden heute leider mit der Sicht betrogen", bedauerte der Akener. Trotz strahlend blauen Himmels behinderten Nebelschwaden am Horizont die Fernsicht

"Die Gelegenheit zur Turmbesteigung wird immer wieder gern angenommen", freute sich Pfarrer Ulf Rödiger. Die geöffnete Nikolaikirche war eine der vielen Attraktionen des 14. Akener Stadtfestes, das am Wochenende zahlreiche Gäste in die Elbestadt lockte. Mit dem traditionellen Fassanstich durch Bürgermeister Hansjochen Müller wurde die Veranstaltung eröffnet. "Die Stärke des Stadtfestes besteht in der Vielfalt des Programms", erzählte Organisator Claus-Dieter Reile.

Zahlreiche Vereine und Gewerbetreibende aus Stadt und Region beteiligten sich. Während auf der Bühne am Markt ein buntes Unterhaltungsprogramm zum Verweilen einlud, waren die Straßen von Aktionsständen gesäumt. Der Osternienburger Hockeyclub forderte zum sportlichen Wettbewerb. Mit höchstmöglicher Geschwindigkeit sollten Bälle ins Tor geschlagen werden. Den Erstplatzierten der jeweiligen Altersklassen winkten Freikarten zum Spiel.

Rasant wurde es auch am Stand des Modellsportclubs "Delphin". Neben der Ausstellung verschiedener Schiffe, Autos und Flugzeuge im Rathaus präsentierte sich der Verein in der abgesperrten Bärstraße. Verschiedene Flitzer zischten über den Parcours und erregten vor allem die Aufmerksamkeit der jungen Gäste. Auch der vierjährige Connor lugte immer wieder neugierig zu den Modellwagen. Mit seiner Mutter Janine Henemann wartete er aufgeregt auf das rote Löschfahrzeug LF 16 der Akener Feuerwehr. "Die Schlange an unserem Stand reißt nicht ab", freute sich Jugendwart Michael Kiel über die vielen Interessierten zur Stadtrundfahrt im Feuerwehrauto.

Ein beliebter Programmpunkt des traditionellen Stadtfestes war auch in diesem Jahr das historische Münzprägen. "Mir gehen langsam die Ideen für Motive aus. Vorschläge sind immer willkommen", verriet Claus-Dieter Reile. Als Gegenstück zum Stadtsiegel zierte in diesem Jahr das Denkmal Werner Nolopps die Rückseite der Münze, die wahlweise aus Zinn, Nordic-Gold, versilbertem Metall oder Feinsilber bestand. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Michael Zelinka und Sigurd Wissel legten sich beim Prägen der Münzen mächtig ins Zeug.

"Der Festumzug der Vereine ist für mich der Höhepunkt des Stadtfestes", erzählte die Akenerin Anja Schmidt. Gemeinsam mit Sohn Florian beobachtete sie den bunten Zug der Fanfarengruppen, Vereine und Gewerbetreibenden. "Die Stadt stellt ganz schön was auf die Beine", lobte sie. Parallel zu den Veranstaltungen im Stadtzentrum demonstrierte das Technische Hilfswerk im Hornhafen verschiedene Maßnahmen zur Menschenrettung. Wenige Meter entfernt lud der Schifferverein "Kehrwieder" zu einer Ausstellung über die traditionelle Binnenschifffahrt ein. Vereinsmitglied Hans Prügel, der europaweit als Kapitän unterwegs war, erklärte sachkundig die Bedeutung der Befähigungszeugnisse und erläuterte die Funktionsweise des Steuerpults.

Auch am Magdalenenteich standen Wasserfahrzeuge im Mittelpunkt. Die "Schiffsmodellfreunde MME" präsentierten verschiedene Elb-, Fischverarbeitungs- und historische Schiffsmodelle. Bernd Wienhold aus Ragösen führte seinen Seitenraddampfer mit vier Lastkähnen im Schlepp vor. Nach einem bunten Familiennachmittag mit dem Musikverein Aken, den Tanzgruppen des Narraria Clubs und der Jagdhornbläsergruppe Lödderitz wurde auch am Abend munter weitergefeiert. Auf der Bühne am Markt luden die sieben Musiker der Band "b' free" mit ihren Coversongs zum Mitsingen und Tanzen ein. Einige hundert Meter entfernt wurden härtere Töne angeschlagen. Die Rocknacht auf der Festwiese Elbstraße zog vor allem das jüngere Publikum an.

Auch am Sonntag lockte das Stadtfest wieder mit zahlreichen Veranstaltungen. Neben dem musikalischen Frühschoppen und dem Kinderfest mit Quiz, Sport und Ratespielen zog der Wettkampf "Stärkste Akenerin / Stärkster Akener" zahlreiche Interessierte in die Elbestadt.

Galerien

Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

Aktuelles

Neuigkeiten per RSS Button

Saaleinfo Newsletter

Redaktion © VHdS e.V.
Grafik, Layout © 2005-2018 atnexxt – Agentur für Design und E-Business, Webdesign in Halle (Saale)