Daehre kämpft für den Elbeausbau

Montag, 12. Juni 2006, 19:17 Uhr

Daehre kämpft für den Elbeausbau

Anlass: Bund will auf Bauarbeiten zwischen Geesthacht und tschechischer Grenze verzichten MZ 12.06.06

Magdeburg/dpa. Der Ausbau der Elbe darf nach Ansicht von Sachsen-Anhalts Bauminister Karl-Heinz Daehre (CDU) seitens der Bundesregierung nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Dadurch würde das Abfräsen des Magdeburger Domfelsens, ein Engpass in der Elbe im Zentrum der Landeshauptstadt, nicht möglich, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag.

Im Koalitionsvertrag von CDU und SPD sei aber vereinbart, dass die Ausbaumaßnahme verkehrs- und umwelttechnisch überprüft werden soll.

Die Elbe liegt als Bundeswasserstraße in der Zuständigkeit des Bundes. Nach einem Bericht des «Spiegel» ist der Ausbau der Unter- und Mittelelbe vom Tisch. Wie das Nachrichtenmagazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) intern den Verzicht auf den Ausbau zwischen Geesthacht in Schleswig-Holstein und der tschechischen Grenze verkündet. Dies sei offenbar ein Entgegenkommen gegenüber Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD), um die Vertiefung der Unterelbe zwischen Hamburg und der Nordsee zu ermöglichen, schreibt das Blatt.

Die Anbindung Hamburgs mache keinen Sinn, wenn zugleich das Hinterland vernachlässigt werde, sagte der Sprecher in Magdeburg weiter. Mit dem Hafenausbau etwa in Roslau und Aken sei mit Hilfe von Solidarpaktgeldern der Containerumschlag erhöht worden. Jetzt drohten tausende Tonnen Fracht auf die Straße verlagert zu werden. Die Linkspartei erklärte, ein auf den europäischen Markt ausgerichteter Gütertransport auf Elbe und Saale sei unwirtschaftlich.

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