Daehre: "Wasserstraßenkreuz wird sich rechnen"

Dienstag, 09. November 2004, 10:24 Uhr

Daehre: "Wasserstraßenkreuz wird sich rechnen"

Presseecho

Bericht aus den Nachrichten von Radio SAW

7.11.2004

Das Wasserstraßenkreuz bei Magdeburg ist ein Milliarden-Grab. Der Spiegel schreibt, dass das Bauwerk deutlich weniger genutzt wird, als ursprünglich kalkuliert. Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Daehre sieht das allerdings nicht so:

Bericht: 2,3 Milliarden Euro hatte die Trogbrücke über die Elbe gekostet - sie verbindet Mittellandkanal mit Elbe-Havel Kanal. Pro Jahr sollten eigentlich 7 Millionen Tonnen Güter das Wasserstraßenkreuz passieren, jetzt sind es gerade mal die Hälfte. Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Daehre hält das für keinen Beinbruch:

"So eine Investition ist ja keine für 2/3 Jahre, sondern für die nächsten Jahrzehnte, wenn nicht für das nächste Jahrhundert - und deshalb wird sich die insgesamt rechnen."

Wenn nämlich der Elbe Havel Kanal ausgebaut und dann auch die Elbe und die Saale angeschlossen ist, werden auch mehr Schiffe kommen.

Mitteldeutsche Zeitung, Montag 08.11.2004

Wasserstraßenkreuz ist nur halb ausgelastet

Das vor gut einem Jahr eröffnete Wasserstraßenkreuz Magdeburg wird nach Informationen des "Spiegels" weit weniger genutzt als erwartet. Ursprünglich sollten sieben Millionen Tonnen Güter pro Jahr das Kreuz passieren, so das Nachrichtenmagazin. Tatsächlich hätten seit der Eröffnung im Oktober 2003 Güterschiffe mit nur 3,4 Millionen Tonnen Ladung das Kreuz befahren.

Das 2,3 Milliarden Euro teure "Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nummer 17" verbindet über die Elbe hinweg den Mittellandkanal und den Elbe-Havel-Kanal. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg spricht dem Bericht zufolge von einer langsamen Entwicklung. Umweltschützer, die die Prognosen von Anfang an für unrealistisch hielten, sehen sich nun bestätigt.

Artikel aus dem Angebot von MDR.DE

Magdeburg

WASSERSTRAßENKREUZ LEERER ALS GEDACHT

Das Wasserstraßenkreuz Magdeburg wird offenbar deutlich weniger genutzt als vorausgesagt. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" nach einem Jahr Nutzung.

Planer hatten ursprünglich errechnet, dass über die schiffbare Trogbrücke, die über die Elbe hinweg den Mittellandkanal mit dem Elbe-Havel-Kanal verbindet, rund sieben Millionen Tonnen Güter pro Jahr transportiert würden. Seit der Freigabe des 500-Millionen-Euro-Projektes im Oktober 2003 hätten jedoch gerade einmal Güterschiffe mit einer Gesamtladung von 3,4 Millionen Tonnen die Trogbrücke über die Elbe passiert.

Startschwierigkeiten oder vorhersehbare Pleite?

Laut "Spiegel" spricht das Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg von einer "langsamen Entwicklung". Umweltschützer hingegen sehen sich jetzt in ihrer Kritik bestätigt. Die millionenschwere Trogbrücke des Bundes sei eine gewaltige Trugbrücke, wird der Elbe-Experte Ernst Paul Dörfler vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland im Blatt zitiert.

Die 918 Meter lange Brücke schafft zusammen mit zwei neuen Schleusen eine direkte Wasserstraßenverbindung zwischen Hannover und Berlin, die zudem unabhängig vom Wasserstand der Elbe ist.

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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