Darüber ist zu reden

Montag, 01. März 2004, 13:24 Uhr

Darüber ist zu reden

MDR- Haussender des BUND?

Der MDR lieferte im Fernsehen am 20.01.2004 mit dem Beitrag von Höfling/Dörfler über den geplanten Saalekanal ein hervorragendes Beispiel für journalistische Recherchearbeit und eindeutige Parteinahme für den BUND.

Diese Linie wird konsequent fortgesetzt im Artikel des MDR über das Pressegespräch der Minister Dr. Daehre und Dr. Rehberger zum Ausbau von Elbe und Saale am 18.02.2004. Minister Dr. Rehberger werden bezüglich der Elbe folgende absurden Zahlen untergeschoben:

- Von 1996 - 2003 sei das Volumen der auf dem Fluss transportierten Güter von jährlich 16.000 auf 45.000 Tonnen angewachsen.

- Richtig ist: In Sachsen-Anhalt ist von 1993 bis 2001 das Frachtaufkommen von 3,3 Mio. t/a auf 5,9 Mio. t/a gestiegen.

Nachzuschlagen ist das in "Verkehr in Zahlen 2002/2003"

Herausgeber: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen

Deutscher Verkehrs-Verlag GmbH, Hamburg

In den Häfen Sachsen-Anhalts sind im Jahr 2003 6,5 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen worden. Das sind 406.000 Tonnen oder 6,7 Prozent mehr als 2002 (MZ, Donnerstag, 26.02.2004).

Auch in diesem Beitrag findet Herr Dr. Dörfler, Leiter des BUND-Elbeprojektes, wieder eine unkommentierte, ideale Plattform für seine falschen Behauptungen. So kritisiert er:

"Die Landesregierung setze mit der Güterschifffahrt auf ein altes Pferd, das seine besten Zeiten hinter sich habe. Das auf den Wasserstraßen in Deutschland transportierte Gütervolumen gehe seit Jahren kontinuierlich zurück.

Richtig ist: Die Jahrestonnage stieg von 1993 über 218,5 Mio. t/a auf 236 Mio. t/a in 2001 (zitiert aus Verkehr in Zahlen 2002/2003). Bezogen auf die Verkehrsleistung in tkm erreicht das Binnenschiff fast 90 % der Verkehrsleistung der Bahn.

Zum alten Pferd des Herrn Dr. Dörfler erklärte Staatssekretär Nagel vom Bundesverkehrsministerium auf der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt am 17.09.2003:

"Im Zuge der EU-Osterweiterung wird der Druck zur Verlagerung der Güter auf das Binnenschiff maximiert werden."

Er regte die Schaffung eines "Bündnis für Schifffahrt" an.

"Von einem solchen Bündnis muss ein politisches Signal ausgehen, dass die Binnenschifffahrt in Deutschland in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen soll."

In der Meldung des MDR über das Pressegespräch der Minister Dr. Rehberger und Dr. Daehre folgt dann ein Bild von Dr. Ernst-Paul Dörfler vom BUND, der nicht an dem Gespräch teilnahm.

Ist Herr Dr. Dörfler der neue Superstar des MDR?

Stehen anerkannte journalistische Grundsätze beim MDR nur im Mediengesetz?

Übrigens, der MDR ist ein öffentlich-rechtlicher Sender und wird mit den Rundfunkgebühren aller Bürgerinnen und Bürger finanziert!

Darüber ist zu reden!

 

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