Der BUND und das „totgeborene Kind“

Donnerstag, 05. März 2009, 23:22 Uhr

Der BUND und das „totgeborene Kind“

Die Hoffnung stirbt nie

Leserbrief von Marius Saggi, Dessau 05. März 2009 

Gut, für die Schifffahrtsgegner ist die Verhinderung von Schifffahrt auf Saale und Elbe Passion und zum Teil sogar Job.

In einer jüngsten Pressemitteilung bezeichnet der Leiter des BUND (Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland)- Elbeprojektes, Ernst Paul Dörfler, die Planungen für den Kanal als „totgeborenes Kind“. Man sollte solche unsensiblen und demagogischen Vergleiche gelassen zur Kenntnis nehmen. Öko- Populisten neigen immer wieder zu heftigen und diffamierenden Übertreibungen.  

Interessanter ist da schon, warum der Kanal ein „totgeborenes Kind“ sein soll. Die geringe Zahl und die niedrige Auslastung der Frachtschiffe auf der Elbe seien der Grund, warum ein Kanal an der Saale nicht nutzbar sei. Sicher meint der selbsternannte Umweltschützer mit dieser Verallgemeinerung das Niedrigwasser auf der Elbe im vorigen Jahr. Zwischen Juni und Oktober des vorigen Jahres war der Transport von Massengütern auf der gesamten Elbe wirklich erheblich beeinträchtigt. Aber es war ein Extremereignis und dieses lässt sich nicht einfach so in alle Ewigkeiten fortschreiben, wie es der Chef  der Schifffahrtsgegner vielleicht gerne hätte. Im Umkehrschluss wird eines deutlich. Wenn die Elbe normale Verhältnisse hat, können nach dem Bau des Saale- Seitenkanals die Güterschiffe auf der der Saale auch sehr gut fahren. 

Und das wiederum erfüllt mit Zuversicht. Denn gegen den Kanal selber hat der BUND keine Argumente. Wahrscheinlich,  weil auch er erkennen muss, dass der Bau des Saale- Seiten -Kanals ökologisch für den dann unberührten Abschnitt der Saale nur Vorteile bringt. Dass der  BUND- Chef fordert, die zuständigen Landes- und Bundesverkehrsminister mögen eine objektive Prüfung der Wirtschaftlichkeit des Kanals sicherstellen, lässt ebenfalls hoffen. Denn diese Untersuchungen wurden schon lange und mehrmals durchgeführt. Jetzt bräuchte Herr Dr. Dörfler nur noch das Fachwissen der zuständigen Bundes- und Verkehrsministerien anerkennen und nutzen. Er und seine wenigen Mitstreiter bräuchten sich auch nur einmal die Mühe machen und die Untersuchungen zum Güteraufkommen auf der Saale ideologiefrei lesen. Sie sollten vielleicht auch einmal die Firmen besuchen, die an der Saale darauf drängen, dass mit Stand Oktober 2008 über 2,2 Millionen Güter umweltfreundlich mit dem Schiff transportiert werden können.

Vielleicht machen die Umweltaktivisten das irgendwann sogar einmal und erkennen dann die überwiegenden Chancen dieses Verkehrsprojektes für die Region. Die Hoffnung stirbt nie.   

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