„Der SHV vernetzt Sachsen und Böhmen“

Freitag, 11. Mai 2007, 20:31 Uhr

„Der SHV vernetzt Sachsen und Böhmen“

Internationaler Workshop des Sächsischen Hafen- und Verkehrsvereins e.V. am 10. Mai 2007 in Usti n.L.

Pressemitteilung  Sächsischer Hafen- und Verkehrsverein e.V. 11.05.2007

Zum 5. Mal in Folge veranstaltete der Sächsische Hafen und Verkehrsverein e.V., dem immerhin Entscheidungsträger aus über 115 Mitgliedsunternehmen der Wirtschaft mit über 45.000 Arbeitnehmern angehören, im Rahmen der Europawoche 2007 unter Schirmherrschaft des sächsischen Ministerpräsidenten Prof. Dr. Milbradt einen ganztägigen Workshop, der im 50. Jahr der Römischen Verträge unter dem Motto „Interregional, grenzüberschreitende Zusammenarbeit braucht leistungsfähige Verkehrswege“ stand.

Im bis auf den letzten Platz gefüllten Jugendstil-Saal des Gesellschaftshauses Schloss Větruše hoch über der Elbe/Labe in Usti n.L. betonten die hochrangigen Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowohl der Tschechischen Republik als auch des Freistaates Sachsen / bzw. der Bundesrepublik Deutschland unisono, dass zur künftigen Bewältigung der immens wachsenden Güterströme gerade im Europäischen Verkehrskorridor IV zwischen Dresden und Děčín / Usti n.L. eine effektivere Verknüpfung von Straße, Schiene und Wasserstraße in der Gesamtlogistik bei zunehmender Einbindung des Binnenschiffstransportes in die Transportkette erforderlich ist.

Der sächsischen Staatsminister Thomas Jurk betonte dabei in seinem Grußwort die mit der getroffenen Vereinbarung über „die Zusammenarbeit und die verkehrlichen Ziele und Maßnahmen für die Elbe-Wasserstraße bis zur Staustufe Geesthacht bei Hamburg“ geschaffene gute Grundlage für den weiteren Ausbau der trimodalen Elbehäfen in Sachsen und Nordböhmen. Allein für die Fitnesskur der Häfen Dresden, Riesa und Torgau sind aufgrund deren immens wachsender Bedeutung bei der Bewältigung des Seehafen-hinterlandverkehrs bis zum Jahre 2013 über 30 Mio. € Investitionen beschlossen worden.

Bei heute bereits an der Leistungsgrenze ausgelasteten Schienenwegen im Elbcañon zwischen Pirna und Děčín  – so der Konzernbeauftragte der DB AG, H.J. Lücking – und der zunehmend frequentierten grenzüberschreitenden Autobahn A 17/D8 Dresden-Prag (mit ihren durch den Zubringerverkehr in Böhmen die Umwelt und die Menschen belastenden Konsequenzen des LKW-Straßen-Verkehrs) bieten Ausbau mittels Stauregulierung und wesentlich intensivere Nutzung der Elbe Wasserstraße die Voraussetzung für eine wirtschaftlich machbare wie ökologisch absolut vorteilhafte Bewältigung besonders des Seehafenhinterlandverkehrs sowohl für die Tschechische Republik als auch für Sachsen.

Angesichts des Klimawandels bis zum Jahr 2100 und der für das Elbe/Labe-Einzugsgebiet wahrscheinlichen Zunahme der Niederschläge im Winter- und Frühjahr bei länger anhaltenden Trockenperioden im Sommer/Herbst gewinnt auch aus ökologischer Sicht zum Erhalt der gegenwärtigen Feuchtgebiete mit ihrer geschützten Fauna + Flora die Stauregulierung der Elbe/Labe an Bedeutung.

„Um unsere Binnenschiffsflotte zu modernisieren und für den Wettbewerb in Europa zukunftsträchtig zu ertüchtigen, benötigen wir die Gewissheit“, so der Geschäftsführer einer der größten Binnenreedereien (EVD) der Tschechischen Republik, Herr LukᚠHradský auf dem Workshop, „dass ganzjährig von Prag bis Hamburg mindestens 1,60 m Fahrwassertiefe durch entsprechende Unterhaltungs- und Ertüchtigungsmaßnahmen gewährleistet werden.“

Insgesamt machte die ganztägige Veranstaltung unter Leitung von Kpt. Bütow deutlich, dass eine Erweiterung der verkehrlichen Infrastruktur – so auch betont durch Thomas Menzel – Präsident der WSD Ost, Michael Lohse – Präsident der IHK Chemnitz, den Konzerbeauftragten der Deutschen Bahn Hans-Jürgen Lücking und Mgr. Vit Simonovsky vom Verkehrsministerium der Tschechischen Republik in Einheit von Schiene, Wasserstraße und Landstraße zwischen Sachsen und Böhmen dringend nötig ist, um den enorm wachsenden Seehafenhinterlandverkehr ökologisch wie wirtschaftlich akzeptabel zu bewältigen und damit Arbeitsplätze sowohl in Nordböhmen als auch in Sachsen im weltweit sich verschärfenden Wettbewerb zu sichern.

i.A. Diana Lang

Ltr. Marketing

Tel: 0351/ 4982-263

Fax: 0351/ 4982-202

E-Mail: Diana_Lang@binnenhafen-sachsen.de

-----------------------------------------------------------------------------------

Hausanschrift:

Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH

Magdeburger Straße 58

01067 Dresden

Tel.: 0351 / 49 82 201

Fax: 0351 / 49 60 817

Internet: www.binnenhafen-sachsen.de

E-Mail: info@binnenhafen-sachsen.de

Geschäftsführer:

Kapitän Detlef Bütow

Aufsichtsratsvorsitzender:

Ministerialdirigent Dr. Bernd Rohde

Handelsregister:

HRB 594 AG Dresden

Galerien

Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

Aktuelles

Neuigkeiten per RSS Button

Saaleinfo Newsletter

Redaktion © VHdS e.V.
Grafik, Layout © 2005-2018 atnexxt – Agentur für Design und E-Business, Webdesign in Halle (Saale)