Die Binnenschifffahrt könnte viel zur Reduktion von klimaschädigenden CO 2 -Emissionen beitragen

Sonntag, 08. April 2007, 10:29 Uhr

Die Binnenschifffahrt könnte viel zur Reduktion von klimaschädigenden CO 2 -Emissionen beitragen

Mehr Güterverkehr auf der Donau für den Klimaschutz

Wiener Zeitung, 23. März 2007

Wien. (fst) Wenn es nach Infrastruktur-Staatssekretärin Christa Kranzl (S) geht, dann sollen bis 2015 auf der Donau doppelt so viele Güter transportiert werden wie heute. Das Verkehrsministerium wolle den Verkehr verstärkt von der Straße auf die Donau verlegen, sagte Kranzl auf einer Pressekonferenz in Wien.  

Rund 100.000 Tonnen weniger CO 2 -Emissionen in Österreich sind laut den Berechnungen des Verkehrsministeriums möglich. Erreichbar wäre dies durch eine Verlagerung von 5 Mio. Tonnen Güter von der Straße auf das Wasser.

Um überhaupt ein Umdenken zu erreichen, müsse man andere Verkehrsträger verteuern, sagte die Infrastruktur-Staatssekretärin. Genauere Angaben, durch welche Maßnahmen, die Verteuerung von Schiene, Straße und Flugzeug bewerkstelligt werden soll, machte sie jedoch nicht.

Es müssten alle Wege genutzt werden, um das künftige Verkehrsaufkommen einzudämmen. Schließlich rechnet die EU laut Kranzl mit einer Verkehrszunahme durch die Integration der südosteuropäischen Staaten von bis zu acht Prozent jährlich.

Wasserstraße bis zum Schwarzen Meer

Als beste Möglichkeit der CO 2 -Reduktion gilt dem Infrastrukturministerium der Ausbau der Donau-Wasserstraße. Der durchgängige Wasserweg bis zum Schwarzen Meer könnte dem in den nächsten Jahren zu erwartenden Verkehrswachstum zumindest Einhalt gebieten, so Kranzl. Bisher liege die Auslastung der Wasserstraße bei 10 bis 15 Prozent. Für die Verdopplung des Güterverkehrs auf der Donau auf 25 bis 30 Millionen Tonnen im Jahr 2015 sind Investitionen von insgesamt 480 Mio. Euro veranschlagt. Das größte Vorhaben ist die Verbesserung der Fahrwasser-Verhältnisse östlich von Wien.

Kritik an dem Projekt kam von der Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser: "Die wirkliche Engstelle der Donau ist nicht der Naturpark Hainburg, sondern die Wachau." Da Krems Weltkulturerbe-Status habe, könne die Fahrrinne in der Wachau ohnehin nicht verbessert werden, so Moser.

 

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