„Die Elbe als lebensnotwendige Wasserstraße“

Mittwoch, 20. August 2008, 08:59 Uhr

„Die Elbe als lebensnotwendige Wasserstraße“

Pressemitteilung Sächsischer Hafen- und Verkehrsverein e.V.

  Pressemitteilung – „Die Elbe als lebensnotwendige Wasserstraße“

Sowohl für den fast alternativlosen Schiffstransport von sperrigen und schweren Projektladungen (z.B. Flügel von Windkraftanlagen bis zu 300 t schwere Dampfturbinen, Transformatoren) als auch für die Touristenschifffahrt der Sächsischen Dampfschifffahrt ist die ständige Instandhaltung/Unterhaltung der Wasserstraße Elbe unabdingbar.

So führten z.B. aus politischem Willen jahrelang unterlassene Unterhaltungsarbeiten am Elbstrom in 2003 dazu, dass schon bei Pegel Dresden von 95 cm der Betrieb der sehr flachgehenden Dresdner Seitenraddampfer derart eingeschränkt werden musste, dass es zu einem Umsatzverlust von über 1 Mio. € für die Dampfschifffahrtsgesellschaft kam.

Gegenwärtig kann noch bei Pegelstand 75 cm infolge seit 2005 wieder aufgenommener Reparatur- und Unterhaltungsarbeiten am Flussbett der Linienverkehr der sächsischen Raddampferflotte durchgeführt werden.

Die Elbe als internationale Wasserstrasse befindet sich aber zurzeit immer noch in einem Zustand, der bei Niedrigwasser eine wirtschaftliche Güterschifffahrt zum Teil nicht zulässt und der Fahrgast-, Hotel- und auch Sportschifffahrt Beschränkungen auferlegt.

Grund dafür ist, dass nach dem Elbe-Hochwasser vom August 2002 alle Unterhaltungs- und Ausbaumaßnahmen an Regulierungs- und Uferschutzbauwerken an der Elbe gestoppt wurden. Dringend notwendige Ausbaumaßnahmen in schwierigen Bereichen der Elbe wurden durch den Abbruch der laufenden Planfeststellungsverfahren nicht realisiert, die Verfahren bis heute nicht wieder aufgenommen.

Der Zustand der Buhnen, Deckwerke und damit der Schifffahrtsverhältnisse verschlechterte sich dadurch immer mehr. Erst 2005, drei Jahre nach der Hochwasserkatastrophe, wurde wieder damit begonnen, defekte Buhnen und Deckwerke, die als Uferschutzbauwerke auch die erste Verteidigungslinie vor Hochwasser und Eis in einer Kulturlandschaft darstellen,  zu reparieren. Diesen Unterhaltungsmaßnahmen geht im Moment ein umfangreicher Abstimmungsprozess der Wasser- und Schifffahrtsämter mit verschiedenen Bund-, Land- und Kommunalbehörden entsprechend festgelegter Handlungsempfehlungen voraus, in dem vor allem ökologische Belange berücksichtigt werden.

Die zurzeit verstärkt durchgeführten Unterhaltungs- und Reparaturmaßnahmen an der gesamten Elbe zeigen erste Verbesserungen von Fahrrinnentiefen und Schifffahrtsverhältnissen auf einzelnen Elbeabschnitten und werden von der Wirtschaft und Schifffahrt sehr begrüßt.
 

Sächsischer Hafen- und Verkehrsverein e.V.

Prof. Dr. Fritz Heinrich

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