Die Elbe beweist ihr logistisches Potenzial

Donnerstag, 31. Januar 2008, 10:04 Uhr

Die Elbe beweist ihr logistisches Potenzial

Newsletter Kammerunion Elbe/Oder, Nr. 2 vom 31.01.2008, DVZ, 03.01.2008

Die Verkehrsentwicklung auf der Elbe hat 2007 eindeutig unterstrichen, dass derFluss aller Unkenrufe zum Trotz als Verkehrsader von der Politik und der Wirtschaft ernst genommen werden muss.

Nach Angaben der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost wurde an der Schleuse
Geesthacht bis September mit mehr als 7 Mio. t nahezu die gleiche Frachtmenge
registriert wie in den ersten drei Quartalen des Jahres zuvor, doch nahmen dabei die Fahrten elbaufwärts um fast fünf Prozent zu. An der für Verkehre in Richtung Brandenburg und Polen bedeutenden Schleuse Hohenwarthe am
Wasserstraßenkreuz Magdeburg stieg die beförderte Gütermenge zwischen Januar und September um acht Prozent auf fast 2,5 Mio. t.

Die Schleuse Rothensee passierten sogar 4,7 Mio. t, ein Plus von 34 Prozent.
Im Hinterlandverkehr mit dem Binnenschiff rechnet der Hamburger Hafen für 2007 mit einer 30-prozentigen Steigerung auf rund 160.000 TEU. Bei der Elbe-Container-Linie der Deutschen Binnenreederei AG (DBR) zwischen Hamburg, Magdeburg, Aken und Riesa erhöhte sich der Güterdurchsatz während der drei Quartale 2007 um mehr als 25 Prozent. Für das Gesamtjahr werden mehr als 100.000 TEU erwartet.

Außerdem beförderte das Unternehmen bis Ende Oktober bereits 76,5 Prozent mehr Schwergüter und Projektladungen als im gesamten Vorjahr. Als Grund für die erfreuliche Entwicklung macht Robert Baack, Sprecher des Vorstandes der DBR „im Moment zumindest ganz klar Mutter Natur“ aus. „Die hat dieses Jahr die Hausaufgaben der Politik gelöst. Ich kann alle Beteiligten bei Bund und Länder nur dazu ermuntern, dies als Signal zu verstehen.“

Auch Karl-Heinz Erhardt, Geschäftsführer der Magdeburger Hafen GmbH, sieht das logistische Potenzial der Elbe noch lange nicht ausgeschöpft. „2007 beweist dem letzten Unverbesserlichen, dass die Elbe sehr wohl konkurrenzfähig ist, wenn nur die Abladetiefen stabil sind. Wenn fehlende Erhaltungs- und Ausbaumaßnahmen die Bedingungen für eine wirtschaftliche Schifffahrt sukzessive verschlechtern, ist es absurd zu behaupten, dass rückläufige Schiffsverkehre mangelnden Bedarf belegen.“

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