Die Elbe darf nicht gesteinigt werden oder Die Sprache der Schifffahrtsgegner

Mittwoch, 17. Dezember 2008, 08:17 Uhr

Die Elbe darf nicht gesteinigt werden oder Die Sprache der Schifffahrtsgegner

Leserbrief von Marius Saggi, Dessau

Sie lagen im Kornhaus, im Rathaus und im gut sortierten Buchhandel. Faltblätter des Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Bürgerinitiative Pro Elbe tragen den blutroten Titel "Die Elbe darf nicht gesteinigt werden". Auf den Internetseiten der Schifffahrtsgegner wird dieses Schreckensszenario ebenfalls verkündet.

Schon die Dumpfheit einer solchen Argumentation lässt an der Redlichkeit der Verfasser zweifeln. Sachliche und achtungsvolle Diskussionskultur ist ihr Stil nicht. Der Zweck heiligt die Mittel und mit der Wahrheit stirbt der Anstand.

An der Elbe werden Ufer instand gesetzt. Diese schützen uns seit 150 Jahren vor Hochwasser und Eis und nützen der Schifffahrt. Warum werden nützliche Reparaturen mit einer der grausamsten Mordarten, der Steinigung, verglichen? Was geht in Menschen vor, die solche Vergleiche ziehen?

Die Reparaturen an den Buhnen und am Uferpflaster der Elbe werden in zwei Jahren überwachsen sein. Die Flora und Fauna der Elbe wird auch in Jahrzehnten einmalig und schön sein. Der furchtbare Steinigungsvergleich der Schifffahrtsgegner wird lange unrühmlich in Erinnerung bleiben.

Galerien

Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

Aktuelles

Neuigkeiten per RSS Button

Saaleinfo Newsletter

Redaktion © VHdS e.V.
Grafik, Layout © 2005-2018 atnexxt – Agentur für Design und E-Business, Webdesign in Halle (Saale)