Die Saale schiffbar machen

Dienstag, 30. Oktober 2007, 14:23 Uhr

Die Saale schiffbar machen

Bundesverkehrswegeplan sieht 80 Millionen Euro für den Ausbau der Saale bei Calbe vor Wochenspiegel Halle (Saale) 30.10.2007

Halle (sr). Bis zu vier Millionen Tonnen Güter könnten statt über die Straße über die Saale und damit umweltfreundlich transportiert werden.
Wenn der Fluss im letzten Bereich von Calbe bis zur Elbe schiffbar wäre. Was fehlt, ist der Saalekanal, von dem man schon vor 280 Jahren träumte und für den sich der Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt e. V. seit über zwölf Jahren ganz konkret stark macht.

Inzwischen sind die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren zusammen gestellt, konnte dessen Präsident Manfred Sprinzek in der vergangenen Woche auf der Tagung „Elbe und Saale - wichtige Bausteine der Logistikstrategie des Landes Sachsen-Anhalt“ in Halle verkünden.

Bis 2011 könnte das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen sein und ab 2015/16 der „Verkehr rollen“. Immerhin wurden im Bundesverkehrswegeplan 80 Millionen Euro für den Ausbau des 7,5 Kilometer langen Kanals von Calbe bis kurz vor die Elbemündung und die dafür notwendige Schleuse in Tornitz eingestellt.


Sachsen-Anhalts Staatssekretär Dr. Hans-Joachim Gottschalk betonte, dass das Land mit beiden jetzt vorliegenden Varianten für den Kanal leben könnte, und sieht die Elbe und Saale als wichtige Bausteine der Logistik. Immerhin sei Sachsen-Anhalt ein Brückenkopf zum Osten Europas. Um so bedauerlicher sei es, dass es aufgrund der Unzuverlässlichkeit des Flusses im vergangenen und auch in diesem Jahr keine Transporte auf der Saale gegeben hätte. Denn „die Binnenwasserstraße ist der umweltfreundlichste Transportweg und hat große Kapazitäten“.


Das sieht auch Jan Bukowsky, Direktor für Wasserwege in der Tschechischen Republik, so, dessen Land die Elbe als einzige Verbindung zu den Überseehäfen hat und deshalb Staustufen errichten wird. So soll durchgängig eine Wassertiefe von 1,60 Metern auch auf tschechischer Seite gewahrt werden. Auf deutscher Seite sei allerdings kein Ausbau vorgesehen, sondern nur Erhaltungsmaßnahmen, die den Zustand vor 2002 wieder herstellen, betonte Henrik Täger, Leiter des Magdeburger Wasserstraßen-Neubauamtes.

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