„Die Unterhaltung der Bundeswasserstrasse Elbe“

Mittwoch, 01. November 2006, 11:47 Uhr

„Die Unterhaltung der Bundeswasserstrasse Elbe“

Der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Dresden, Herr Baudirektor Klaus Kautz, stellte in seinem Vortrag „Die Unterhaltung der Bundeswasserstrasse Elbe“ die Strombaumaßnahmen an der Elbe seit 1990 dar. Von 1990 bis zum August Hochwasser 2002 war es gelungen, die Fahrrinnenverhältnisse durch die Instandsetzung von Uferschutzbauwerken wie Buhnen und Deckwerke, auf einem großen Teil der Elbe zu verbessern. Trotzdem fehlten noch punktuelle Ausbaumaßnahmen im Bereich Coswig mit einer Streichlinienkorrektur, in der Stadtstrecke Magdeburg und in der Reststrecke der Elbe bei Dömitz, die Voraussetzung für eine dauerhafte und durchgehende Verbesserung der Schiffahrtsverhältnisse sind.

 Nach dem August Hochwasser 2002 wurden sämtliche Strombaumaßnahmen erst einmal politisch gestoppt. „Während überall rasch und zügig mit der Beseitigung von Hochwassserschäden begonnen wurde, durfte  an der Elbe erst einmal fast 2 Jahre praktisch überhaupt nichts gemacht werden, außer das die Auswirkungen von Strombaumaßnahmen untersucht wurden“ erläuterte Kautz die schwierigen Jahre nach 2002. Dadurch erhöhte sich die Anzahl der durch und nach dem Hochwassser zerstörten Buhnen und Deckwerke dramatisch. "Erst seit 2004 konnte mit der Instandestzung zerstörter Uferschutzbauwerke in bescheidenem Maße und vielen Störungen und Unterbrechungen wieder begonnen werden" . Heute geht den Unterhaltungsarbeiten ein umfangreicher, zeit-, personal- und kostenintensiver Abstimmungsprozess voraus. Zwischen dem Auftreten eines Schadens an einem Uferschutzbauwerk und der notwendigen Reparatur vergeht über ein Jahr, in dem sich Bundes- und Landesministerien und viele weitere Fachbehörden über die Instandsetzung abstimmen.

Die schlechter gewordenen Schifffahrtsverhältnisse durch den  aufgetretenen Unterhaltungsrückstand sollen jetzt durch eine intensivierte Instandsetzung bis zum Jahre 2010 wieder auf den Zustand vor dem Hochwasser 2002 verbessert werden. Dazu werden die Wasser- und Schifffahrtsämter an der Mittel- und Oberelbe in den nächsten 3 Jahren verstärkte Unterhaltungs- und Reparaturmaßnahmen durchführen, die einer Verschlechterung der Schifffahrtsverhältnisse vorbeugen und einen ordnungsgemäßen Wasserabfluss im Mittelwasserbett sichern werden. Bei den Fahrrinnenverhältnissen soll der Status quo vor dem Hochwasser August 2002 wieder erreicht werden.  Kautz betonte, dass es eine klare verkehrspolitische Aufgabenstellung der Großen Koalition für die umweltfreundliche Schifffahrt auf der Elbe gibt, die haushaltsfinanzielle Absicherung im Bundeshaushalt gewährleistet ist und dies eine fachliche Herausforderung für die Wasser- und Schifffahrtsämter darstellt. „Ohne einzelne örtliche Ausbaumaßnahmen ist dieses Ziel nur mit einer schnellen Reparatur aller zerstörten Buhnen und Deckwerke und einer verstärkten und aufwendigen Geschiebebewirtschaftung erreichbar. Wir sind trotzdem zuversichtlich, dass wir die Schifffahrtsverhältnisse auf der Elbe bis 2010 verbessern werden. Wir spüren täglich, wie unsere Kunden, die vielen Unternehmen, die Schifffahrt, und die Häfen an der Elbe enormen Druck machen und Ihre Güter auf der Elbe transportieren wollen“.        

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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