Eckard Fritz zum Vortrag von E.P. Dörfler

Montag, 30. November 2009, 15:58 Uhr

Eckard Fritz zum Vortrag von E.P. Dörfler

Ich bin ehemaliger Schiffsführer, jetzt Rentner. Hatte hier einen öffentlichen Vortrag vom "BUND" Herr Dr. EP Dörfler angehört ,worin er fälschlich behauptet: dass ein modernes Binnenschiff 2,60 mtr Tiefgang hat und Schiffahrt auf der Elbe wasserstandsbedingt unrentabel sei.
Ich habe ihn berichtigt und vorgeworfen,dass seine Vorträge unrichtig und schiffahrtsfeindlich sind. Die schlechten aufgeführten statistischen Zahlen über die Binnenschiffahrt ergeben sich aus von der Politik (fehl-)gesteuerten Transportverteilung auf Schiene , Straße und Wasser.
Die schon immer bestehenden unterschiedlichen Wasserstandsverhältnisse auf Flüssen sind bekannt und werden von den Schiffahrtstreibenden technisch sowie kaufmännisch ausgenutzt.
Es ist verkehrt die Flüsse renaturisieren zu wollen und die wertvolle Transportkapazität vom Wasser auf Straße und Schiene zu verdrängen. Es ist für Natur und Umwelt verträglicher und ökonomischer, Massengüter verschiedenster Art auf dem Wasser zu befördern. Die  Sauberkeit der Elbe wurde nach Jahren der Einleitung von Schadstoffen auch durch die Schiffahrt wesentlich gefördert , denn durch Sog und Aufwirbelung der Sedimente und Schadstoffe wurden diese mit dem abfließenden Elbwasser abgetragen.

Sicherlich sind auch Menschen der See-und Binnenschiffahrt die ganzjährig Wetter und Wasser trotzen , naturverbundener als Leute aus Städten und vom Schreibtisch aus über Natur reden. Die Schiffe sollen den Wasserstraßen und Wasserstandsbedingungen angepaßt werden und nicht Superkanäle, Großschleusen, und kanalisierte Flüsse entstehen auf denen nachher Sportboote fahren , weil die Schiffahrt kaputtgemacht wurde. Die kleinsten schiffbaren Wasserstraßen haben Schleusen und Schiffsbreiten von 5mtr , also doppelt so breit wie eine Straßenfahrbahn. Es lassen sich dort auch Sondertransporte durchführen ohne auf einer alten Allee sämtliche Bäume zu fällen , wie schon geschehen ist. Von den kleinen Wasserstraßen und wasserstandsbedingten Flüssen kann durch  Einsatz von ensprechenden  Schiffen zu Großschiffahrtsstraßen und Häfen ein Anlieferverkehr durchgeführt werden. Das ist ja beim Straßenverkehr ähnlich über Sammelverkehr und Umschlagdepots. Da spricht man nicht über Unrentabilität , aber die kleinen vielen Transporter blasen auch viel Abgase in die Luft. Die kleinsten Schiffe haben auch nur so eine Antriebsleistung , aber transportieren zum Beispiel schon ca 300 t auf einer Fahrt. Auch auf der Elbe ist bei Niedrigwasser ab ca.
1 m Tauchtiefe schon Schiffahrt möglich. Da können schon Anlagen und Konstruktionen befördert werden, welche größenbedingt garnicht auf der Straße transportiert werden können , Leercontainer, Autotransporte usw. sind nicht unter Rentabilität zu bemessen. Aber auch so ein Niedrigwasser ist ja nicht immer, ansonsten kann kein Mensch die Vorteile von Straßen und Schienenverkehr gegenüber der Schifffahrt nachweisen.

siehe dazu: Binnenschiff und Umwelt

 

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