EIN JAHRZEHNT SHV:Die Erfolgsstory wurde würdig gefeiert

Samstag, 14. Juni 2008, 13:55 Uhr

EIN JAHRZEHNT SHV:Die Erfolgsstory wurde würdig gefeiert

DER OBERELBE H A F E N B R I E F Mitteilungen des Sächsischen Hafen- und Verkehrsvereins e.V. Nr. 41 (2/2008)

EIN JAHRZEHNT SHV: Die Erfolgsstory wurde würdig gefeiert

Das Interesse an der Festveranstaltung des Sächsischen Hafen- und Verkehrs-
vereins e.V. am 21. Februar d. J. anlässlich seines 10jährigen Bestehens, die auch als parlamentarischer Abend konzipiert wurde, war überwältigend groß. Einerseits mussten die Tischkapazitäten im ICC Dresden noch kurzfristig erweitert werden, um alle 240 Teilnehmer festlich zu platzieren, zum anderen war die Berichterstattung sowohl in der bundesweiten Fachpresse als auch in den lokalen Medien überaus umfangreich.

„Für Wirtschaft und Schifffahrt der Elbregion viel bewegt“ überschrieb z.B. die Zeitschrift Binnenschifffahrt ihren Bericht und zitierte damit aus dem Grußwort des Staatssekretärs im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit,
Dr. Hartmut Mangold, welches er in Würdigung der langjährig erfolgreichen Aktivitäten des „SHV als Unterstützer der sächsischen Verkehrswirtschaft und –politik und als Plattform für Netzwerke zwischen Unternehmen und Politik“ auf der Festveranstaltung gehalten hat. Dr. Mangold nutzte den festlichen Rahmen am linken Elbufer mit Blick auf den Strom auch dazu, die Leistungen der Sächsischen Staatsregierung für die Sächsische Binnenschifffahrt und die Sächsischen Häfen darzustellen:

„Seit 1995 investierte der Freistaat Sachsen über 67 Mio. € in die Häfen und baute sie zu modernen trimodalen Schnittstellen für den Güterverkehr aus.
Damit können wir LKW-, Bahn- und Schiffsverkehre aufnehmen und miteinander verknüpfen. Und wir können die jeweiligen Vorteile der einzelnen Verkehrsträger für den Kunden voll zur Geltung bringen. Das spart Zeit und das spart Geld. Und es entlastet die Umwelt.
Mit ihren Investitionsaktivitäten trug die Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) dazu bei, dass sich bisher schon 45 Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft in den Häfen ansiedelten. Diese schufen über 450 Arbeitsplätze und investierten über 55 Mio. € in ihre Standorte."
Häfen sind nicht nur reine Wirtschaftsunternehmen und sichern als Logistikdienstleister kostengünstige Transporte. Sie sind auch ein Instrument der Wirtschaftsförderung und ermöglichen die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Um dieses auch zukünftig abzusichern, hat die Staatsregierung im Dezember 2006 das „Konzept zur mittelfristigen Entwicklung der SBO“ beschlossen. Dieses umfasst im Wesentlichen die verkehrswirtschaftlichen und verkehrspolitischen Rahmenbedingungen unter denen das Unternehmen derzeit tätig ist. Das Konzept zeigt aber auch einschränkende Faktoren auf, die diese Entwicklung derzeit behindern. Und deshalb hat sich die Staatsregierung Hausaufgaben aufgegeben, um die Einschränkungen abzubauen ... So wandte sich der Verkehrsminister an seinen Berliner Kollegen und forderte schnelle Reparatur- und Unterhaltungsmaßnahmen an der Elbe ein.

Gleichzeitig wird der Verkehrsminister den weiteren Ausbau der Infra- und Suprastruktur in den Häfen Torgau, Riesa und Dresden finanziell mittels der EFRE-Förderung unterstützen. Wir gehen hier von Investitionen von über 30 Mio. € in der Zeit bis 2013 aus. Zugleich bat das Kabinett auch, die Akquisition von Schiffsraum durch die SBO zu prüfen, um – wenn Sie so wollen – die SBO damit näher an das Reedereigeschäft heranzuführen.
Wohlgemerkt, nicht um Partikulierern oder Binnenschifffahrtsreedereien Konkurrenz zu machen. Wir wollten jedoch die Lücke schließen, die deren Abwanderung in den vergangenen Jahren auf der Mittel- und Oberelbe hinterließ.“

Dr. Mangold würdigte in Anwesenheit zahlreicher Mitglieder des Sächsischen Landtages die auch für die Zukunft fortzusetzende Arbeit des SHV als die eines Vereines, an dem die Politik der elbanliegenden Länder nicht vorbeikommt, hinzuhören auf die Vorschläge, die auf seinen Wirtschaftstreffen und internationalen Workshops an Wirtschaft und Politik herangetragen
werden.

Den trimodalen Verkehrskorridor zwischen Dresden und Usti n.L. (Aussig) leistungsfähiger machen

 Der eigens aus Prag zum SHV-Jubiläum angereiste Vizeminister Kocourek aus dem Tschechischen Verkehrsministerium betonte in seinem Statement vor allem die Notwendigkeit, angesichts des in den nächsten Jahren enorm anwachsenden Güterstromes von und nach Tschechien, die Leistungsfähigkeit von Schiene und Wasserstraße im Elbcañon zwischen Böhmen und Sachsen durch investive Maßnahmen deutlich zu erhöhen. „Konkret ist im Eisenbahnverkehr die Errichtung der Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Prag und Dresden beabsichtigt, welche nicht nur eine hohe Reisegeschwindigkeit zwischen den beiden Städten bieten wird, sondern nicht zuletzt auch die notwendige Erhöhung der Streckenkapazität für den Güterverkehr auf dem Schienenweg durch das enge Elbtal sichert.“
Kocourek hofft auch, „dass es gelingt, nach und nach die Bedingungen zu verbessern, welche zur Zeit noch die ganzjährige wirtschaftliche Schifffahrt auf der Elbe/Labe zwischen Hamburg und Usti n. L. behindern. Ich bin davon überzeugt, dass es uns gelingt, mit gemeinsamen Kräften auch weiterhin die Qualität der Verkehrsdienstleistungen auf diesem bedeutendem Korridor zu entwickeln.“ [RED/SMWA]

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