Elbverein eröffnet Regionalbüro

Samstag, 18. Februar 2006, 13:00 Uhr

Elbverein eröffnet Regionalbüro

Ingo Klinder und "Volksstimme" vom 16.02.06 und MZ

Verein zur Förderung des Elbstromgebietes eröffnet Regionalbüro Magdeburg

Bei einem Pressegespräche hat Dr. Eberhard Hirsch, der Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Elbstromgebietes, in der Industrie- und Handelskammer Magdeburg das neue Regionalbüro eröffnet und dessen Leiter, Herrn Rolf Lack, vorgestellt.

Der Verein wurde 1951 in Lüneburg gegründet und war ein Vorkämpfer für den Nord-Süd-Kanal, den heutigen Elbeseitenkanal. Das jetzige Hauptanliegen ist die behutsame und naturverträgliche Ertüchtigung der Elbe für ökonomisch vertretbare und wettbewerbsfähige Binnenschifffahrt. Dazu ist die alsbaldige Beseitigung der Schäden des Hochwassers 2002 ebenso notwendig wie die Fertigstellung der Niedrigwasserregulierung von 1939 in der Reststrecke unterhalb Dömitz.

Der Hafen Hamburg hatte 2005 wiederum eine deutliche Steigerung der umgeschlagenen Tonnage zu verzeichnen und kann mit weiterem deutlichem Wachstum rechnen. Es wurden beim Containerumschlag 8 Mio. TEU erreicht und für 2015 werden 18 Mio. TEU errechnet. Die Industrie im Einzugsgebiet der Elbe benötigt den 3. Verkehrsträger Schifffahrt ganzjährig für ihre Transporte, der Hafen Hamburg ebenso als Verbindung ins Hinterland.

Das Regionalbüro hat seinen Sitz bei der IHK Magdeburg, Alter Markt, Raum 313.

Herr Lack, vormals Leitender Baudirektor des WSA Magdeburg, sieht in Gesprächen und Verhandlungen seinen Auftrag, der Wille zur Einigung aber muss dafür vorhanden sein.

Er erhielt Glückwünsche von IHK Vizepräsidenten  Gerhard Bertram, Kapitän Detlef Bütow von den Sächsischen Binnenhäfen, Herrn Peter Werder vom Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt, Herrn Ingo Klinder vom BDB und Amtsleiter Henrik Täger vom Wasserstraßenneubauamt Magdeburg, welche auch gemeinsam mit ihm die Fragen der Presse beantworteten.

Kapitän Bütow hat bei Erhebungen über die Schifffahrt zwischen Magdeburg und der Tschechei im Jahr 2005 in den öffentlichen Häfen und dem grenzüberschreitenden Verkehr der Tschechen 4,279 Mio. t Ladung festgestellt. Das würde einer LKW-Schlange, Stoßstange an Stoßstange, von3800 km entsprechen. Das ist deutlich mehr, als allgemein erwartet und belegt die Leistungsfähigkeit der Elbeschifffahrt.

Ingo Klinder

 

 

Verein will Bedingungen auf der Elbe verbessern

 

Regionalbüro in Magdeburg eröffnet - Güterverkehr durch Globalisierung gewachsen

Mitteldeutsche Zeitung 15.02.06

 

Die wichtige Verkehrsader Elbe soll künftig Die wichtige Verkehrsader Elbe soll künftig besser genutzt werden. Dafür setzt sich der in Hamburg ansässige Verein zur Förderung des Elbstromgebietes ein, der am Mittwoch sein Regionalbüro in Magdeburg eröffnete. «Wir möchten die rund 600 Kilometer lange Elbe-Wasserstraße zwischen Tschechien und Geesthacht behutsam verbessern», sagte der Vereinsvorsitzende Eberhard Hirsch am Mittwoch in Magdeburg. Niemand wolle dabei die Elbe kanalisieren, betonieren oder ökologisch wertvolle Fluss- und Auenlandschaften zerstören.

 

Die Notwendigkeit zur Verbesserung der Schifffahrtsbedingungen auf der Elbe ergebe sich allein aus dem extrem gestiegenen Wachstum des Güterverkehrs durch die Globalisierung und die EU-Osterweiterung. «Allein im Hamburger Hafen schätzt man die Zahl der zu verladenden Container von gegenwärtig vier Millionen auf neun Millionen im Jahre 2015», sagte Hirsch. Um sie zügig ins Landesinnere weiter transportieren zu können, sei es nötig, an der Elbe bestehende Strombauwerke in Stand zu halten.

 

Nach Angaben von Kapitän Detlef Bütow, Geschäftsführer der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe, wurden im Vorjahr 4,3 Millionen Tonnen Güter auf der Elbe zwischen Magdeburg und der Tschechischen Republik befördert. Hätte man diese Menge auf Lastkraftwagen transportieren müssen, wäre eine Fahrzeugschlange nötig gewesen, die fünf Mal zwischen Hamburg und München gepasst hätte.

 

Regionalleiter Rolf Lack nannte als Schwerpunkte seines Vereins die Forderungen nach Unterhaltungsarbeiten an den Buhnen der Elbe und die Beseitigung von Schwachstellen im Flusslauf, die den Schiffsverkehr bei schwankenden Wasserständen stark behindern. Im Verein sind Industrie- und Handelskammern, Landesbehörden, Kommunen sowie Wirtschaftsunternehmen vertreten.

 

Probleme der Binnenschifffahrt werden auch am Freitag im Blickpunkt einer Debatte des Landtags stehen. Die Linkspartei.PDS hat den Antrag «Keine Ausbaumaßnahmen an der Elbe» eingebracht. «Wir wollen über Auswirkungen des geplanten Baus einer Staustufe in Tschechien und über Klimaveränderungen sprechen», sagte Linkspartei.PDS-Fraktionschef Wulf Gallert.

 

 

 

 

 

 

 

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