Entdeckergeist im Solvay-Werk

Montag, 25. September 2006, 00:58 Uhr

Entdeckergeist im Solvay-Werk

Tag der offenen Tür: Etwa 1700 Besucher werfen einen Blick hinter die Kulissen, von Lars Geipel,

Bernburg/MZ. Der Strom der Besucher begann schon kurz vor 10 Uhr durch das Haupttor des Bernburger Solvay-Werkes zu schwappen. Familien mit Kindern, ehemalige Mitarbeiter oder einfach nur interessierte Besucher - bis in die Nachmittagsstunden riss die Schlange der Menschen, die zum

Tag der offenen Tür einen Blick hinter die Kulissen eines der wichtigsten Industriebetriebe des Landkreises werfen wollten, nicht ab.

An den Abfahrtsstellen zum Tagebau oder zu den Fahrten sowie Rundgängen quer über das Gelände bildeten sich zum Teil Menschentrauben. Insgesamt zählten die Verantwortlichen knapp 1 700 Gäste - so viel wie noch nie. "Das war einfach toll. Es sind viel mehr gekommen, als wir erwartet haben", meinte danach auch ein glücklicher Jürgen Killmann, Leiter Umweltschutz- und Sicherheit im Bernburger Solvay-Werk.

Die Gäste bekamen zum "Schautag der Chemie", an dem sich bundesweit etwa 250 Firmen beteiligten, auch Spektakuläres geboten. Vor allem die Fahrten zum angrenzenden Tagebau waren bei den Besuchern heiß begehrt. Schließlich konnten sie zum ersten Mal anschauen, wie der Kalkstein abgebaut wird. Aber auch bei den Fahrten mit der eigens angemieteten Bimmelbahn oder den Rundgängen herrschte immer Hochbetrieb.

So konnte sich zum Beispiel Solvay-Mitarbeiter Hendrik Kraus als einer der Führer der Gruppen kaum vor Fragen rund um die Produktion von Natriumbicarbonat, Soda und Wasserstoffperoxid retten. Mit einer Engelsgeduld erklärte er alles so einfach und verständlich, dass selbst jene, deren (Schul-)Wissen von Chemie nur noch bruchstückhaft in Erinnerung geblieben ist, nicht den Überblick verloren. Manch einer entwickelte auch solchen Entdeckergeist, dass die für die Sicherheit zuständigen Mitarbeiter Gäste freundlich darauf hinweisen mussten, auf den vorgeschriebenen Strecken zu bleiben. "Es gibt soviel zu entdecken. Eigentlich möchte man hier den ganzen Tag herumschnüffeln", meinte dann auch Besucher Walter Schritz aus Bernburg. Eine Wiederholung der Aktion wird es nach Meinung von Jürgen Killmann auf jeden Fall geben. Aber wohl erst wieder in drei Jahren - zum nächsten "Schautag der Chemie".

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