Erhalt der Wasserstraße und Naturschutz vereinbar

Donnerstag, 11. März 2010, 14:37 Uhr

Erhalt der Wasserstraße und Naturschutz vereinbar

Unterhaltung und Ausbau von Elbe und Saale

Volksstimme Mantelteil 11.03.2010

zum Leserbrief „Unterhaltung und Ausbau von Saale und Elbe / Die Schiffe dem Fluss anpassen - nicht umgekehrt", Volksstimme vom 4. Marz:

Zur Erreichung und Erhaltung unseres Lebensniveaus gehört auch der Transport von Gütem und Menschen auf entsprechenden Verkehrswegen. Für die Verkehrswege zu Land, zu Wasser und per Luft haben sich teils schon über Jahrhunderte sinnvolle Arbeitsteilungen herausgebildet. So bietet sich für leichtgewichtige Güter über weltweite Entfernungen der Luftverkehr an, für Schüttgüter der Transport auf dem Wasser.
Diese Arbeitsteilung ist in den letzten Jahrzehnten durch die immer stärkere Dominanz des StraBenverkehrs durchbrochen worden. Hier wurden nicht die Ladegewichte und GröBen des Lastverkehrs der StraBe angepasst, sondern umgekehrt. Sicher hat jede Verkehrsart wirtschaftliche Grenzen nach unten. Diese werden  seit Einführung des Containerverkehrs durch standardisierte MaBe und Gewichte bestimmt.
Unter diesem Apekt hat der Transport auf WasserstraBen eine wirtschaftliche Bedeutung, gerade um der Dominanz von StraBen entgegenzuwirken. Hinsichtlich eines nicht weiteren ungebremsten Ausbaus von StraBen besteht weitgehende Akzeptanz.
Bei sorgfältiger Betrachtung ist such klar, dass die Bahn nicht die einzige Alternative sein kann.
Wie jeder Verkehrsweg benötigt eine WasserstraBe auch Grundvoraussetzungen. Dass heute kein Verkehrsweg, erst recht keine WasserstraBe, ohne umfangreiche ökologische Prüfungen erhalten werden kann, ist wohl bekannt. Weiterhin bewirkt der Erhalt einer WasserstraBe neben dem Verkehrsweg auch Hochwasser- und Landschaftsschutz.
Würden die Extremforderungen der vermeintlichen Flussaktivisten nach Aufgabe
der WasserstraBe Elbe oder Saale erfüllt, wäre das nicht nur der Tod der WeiBen Flotte und anderer touristischer Kreuzfahrtschiffe. Es würde auch eine Alternative zur Eindämmung des StraBengüterverkehrs genommen.

Es sollten bei der Bewertung zum Erhalt von Verkehrswegen Relationen beachtet werden. So ist es unglaubwüdig, eine europäische FlusswasserstraBe wie die Elbe zugunsten von Paddelbooten aufzugeben. Für Paddelboote gibt es naturbelassene Altwasser oder kleinere Flüsse, wenn auf den groBen der Frachtschiffsverkehr stört.
An die Adresse unseres Wirtschaftsministeriums gerichtet appelliere ich, Wirtschaftspotenziale wie die mitteldeutschen  BinnenwasserstraBen für einen wirtschaftlichen Aufschwung zu nutzen. Über Generationen geschaffene Flussbauwerke sollte man nicht verfallen lassen, sondern sie weiterentwickeln und für einen umweltfreundlichen wirtschaftlichen und touristischen Aufschwung nutzen.
Denjenigen, welche sich bisher einseitig für die Zerstörung der WasserstraBen Elbe und Saale engagierten, um die Natur schützen zu wollen, sei gesagt: Erhalt der WasserstraBe und Naturschutz sind vereinbar. In diesem Sinn sollten die Kräfte beider Seiten gebündelt werden.
Denjenigen, welche sich nur für eine Zerstorung der WasserstraBen Elbe und Saale einsetzen und dafür mit nicht nachprüfbaren Argumenten die Offentlichkeit beeinflussen wollen, sei unterstellt, diese wirtschaftliche Entwicklung im Interesse von Konkurrenzunternehmen wie dem Schwelastgüterverkehr der StraBe, der Deutschen Bahn oder Verbänden west- und süddeutscher Binnenwasserstraßen für die mitteldeutschen Bundesländer verhindern zu wollen.

Jochen Klapperstiick,
39218 Schönebeck

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