Erstes Fest an der Schleuse

Samstag, 05. September 2009, 14:20 Uhr

Erstes Fest an der Schleuse

Saale-Elster-Kanal

mz-web.de, 02.09.09, VON HANS-ERDMANN GRINGER

MERSEBURG/MZ. Seit 2007 gibt es den Förderverein für den Saale-Elster-Kanal in Merseburg. Und seither hat er schon mit einer Menge von Aktivitäten auf sich aufmerksam gemacht. Er nahm an Diskussionsrunden über die Gestaltung der Seenlandschaft rund um Leipzig teil, sammelte Unterschriften beim Sachsen-Anhalt-Tag, gibt monatlich Online-Nachrichten heraus und hat auch ein Buch über den Kanalbau verfasst.

Ziel sei es, so Vereinschef Michael Witfer, den Kanal zu vollenden, damit er touristisch genutzt werden könne und somit die Region um Halle-Leipzig und Merseburg aufwerte. Wasserwanderer, Kanuten, Sportbootfahrer und Ausflugsschiffe sollen dann nonstop von der Pleiße bis nach Amsterdam gelangen können, die Landschaft bewundern und sich dabei erholen.

Dass diese Träumereien keine bleiben müssen, zeigen die Aktivitäten in Sachsen. Dort will man eine Machbarkeitsstudie für den Kanal in Auftrag geben. Man erhofft sich mit dem Bau eine bessere Anbindung der gefluteten Resttagebaue im Südraum Leipzigs an die Wasserstraßennetze.

Nun veranstaltet der Verein erstmals am 13. September zum Tag des Denkmals auch ein Kanalfest an der Schleuseruine von Wüsteneutzsch. Sie ist imposanter Teil des im 19. Jahrhundert geplanten, im 20. Jahrhundert begonnenen und in Folge des Zweiten Weltkrieges bis heute unvollendeten Industriebaus. Neben André Schröder, Staatssekretär des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt wird Landrat Frank Bannert (CDU) vorbeischauen, ebenfalls der Bürgermeister von Leipzig, Heiko Rosenthal.

Vor der Schleusenruine als Kulisse wird ein Festzelt stehen und rundum wollen sich zahlreiche Vereine von 10 Uhr bis 18 Uhr mit Präsentationen und Infoständen vorstellen. Es wird Führungen rund um die Schleusenruine geben. Beamte der Wasserschutzpolizei stehen für Auskünfte in Sachen Schiffsverkehr zu Verfügung, die DLRG sowie die Feuerwehren aus Leuna und Kreypau kommen mit ihren Booten. Rat und Tat in Sachen Sportbootkauf, Reparatur und Pflege gibt es von einem Unternehmen aus Kreypau. Tags zuvor am Samstag gibt es ab 18 Uhr als Einstimmung Klassik mit der Orchestergruppe der neuapostolischen Kirche Merseburg. Die Musiker werden mit den 18 Meter hohen Wänden des Denkmals im Hintergrund ein richtiges (Schleusen)Kammerkonzert geben.

Danach beginnt der eigentliche Kracher. "Zum Sonnenuntergang 19.40 Uhr wird das Technische Hilfswerk die Schleusenwände mit 6 000 Watt-Strahlern in helles Licht tauchen", so Witfer. Für Fotofreunde eine Gelegenheit, das Bauwerk so zu entdecken, wie es noch nie zu sehen war. Witfer: "Wir werden dabei die Lichtquellen mehrmals umstellen, um optische Reize zu schaffen." Allerdings müssten sich Fotowillige anmelden und einen Obolus entrichten wegen der Energiekosten, so der Vereinschef, der damit rechnet, dass das Fest weit über die Kreisgrenzen hinaus für Furore sorgen wird.

 

 

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