EU – Brücke zwischen Wirtschaftsräumen

Dienstag, 23. Juni 2009, 14:17 Uhr

EU – Brücke zwischen Wirtschaftsräumen

7. Internationaler Workshop des Sächsischen Hafen- und Verkehrsvereins in Litomerice

aus Binnenschifffahrt – ZfB – Nr. 6 – 2009

Der 7. Internationale Workshop des Sächsischen Hafen- und Verkehrsvereins
(SHV) fand wie jedes Jahr zur Europawoche in Tschechien statt, diesmal
im malerischen Litomĕřice an der Elbe, statt. In seinem Grußwort forderte
der Vizebürgermeister der Gastgeberstadt, Jaroslav Tvrdík die Elbe als Transportweg so zu ertüchtigen, dass sie ganzjährig weitgehend vollschiffig
genutzt werden könne.

Nachdrücklich rief er dazu auf, nicht nachzulassen in dem Bemühen, die unterhalb von Děčín vorgesehene Staustufe zu errichten, wie es beschlossen worden sei.
Der tschechische Generalkonsul in Dresden, Tomáš Podivínský, bei dem sich der
Vorsitzende des SHV, Detlef Bütow besonders dafür bedankte, dass er es sich nie nehmen lasse, an diesen Workshops teilzunehmen, betonte die Bedeutung des Verkehrsträgers Binnenschifffahrt für intelligente Transportlösungen. Die Binnenschifffahrt seines Landes befinde sich nach einer rezessiven Zeit wieder im Aufschwung: Flottenkapazität fehle derzeit sogar. Angesichts der an diesem Tag noch ungewissen politischen Situation – die bisherige Regierung Populanek war durch ein Misstrauensvotum gestürzt worden und eine neue noch nicht im Amt, wagte sich der Generalkonsul wohl nicht, eine klare Aussage zur Staustufe zu machen, denn auch die tschechischen Grünen sind nicht zimperlich, wenn es darum geht, die Verbesserung der Schifffahrtsbedingungen verhindern zu wollen. Mit dieser Staustufe hatte man sich aber abgefunden. Und auch bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe war noch nicht abzusehen, welches politische Profil die neue Regierung unter Jan Fischer in Bezug auf den Staustufenbau haben werde.

Detlef Bütow hob hervor als Leiter des Workshops, dass »sich mit den ffektiven
Verkehrswegen nicht nur Wirtschaftsräume leistungsfähig verbinden lassen, sondern auch die Menschen dieser Wirtschaftsräume, was sich an der herausragenden Zusammenarbeit des SHV und den Sächsischen Binnenhäfen mit den Wirtschaftsunternehmen in Tschechien und Sachsen einschließlich der Regierungen und Kommunen von Sachsen und Böhmen eindrucksvoll bewiesen hat.«

Der Ministerialdirektor im Sächsischen Verkehrsministerium, Dr. Peter Rohde,
der ebenfalls seit Jahren diesen Workshop begleitet, unterstrich die Entschlossenheit der Sächsischen Staatsregierung, »an allen beschlossenen Maßnahmen zur Verbesserung der Schifffahrtsbedingungen der Elbe festzuhalten.« »Wir brauchen die Elbe gemeinsam mit unseren tschechischen Partnern und werden alles Notwendige dafür tun, diesen Verkehrsweg weiter zu ertüchtigen.« Rohde betonte weiterhin, dass mit Hilfe des Programms Marco Polo auch die EU intensiv in Sachsen und Tschechien daran beteiligt sei, die Schifffahrt der Elbe zu unterstützen.

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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