Umweltamt genehmigt Mischfutterwerk

Mittwoch, 19. August 2009, 21:22 Uhr

Umweltamt genehmigt Mischfutterwerk

Märkische Oderzeitung - ‎18.08.2009‎

Eberswalde (MOZ) Das Landesumweltamt Brandenburg hat die Genehmigung für den Bau von Europas modernstem Mischfutterwerk im Hafen Eberswalde erteilt. Das geht aus einer Information des Wasserstraßen-Neubauamtes vom Dienstag hervor.

Von Dietmar Rietz

Bis zum Jahr 2011 wird die MEGA Tierernährung GmbH & Co. KG 17,5 Millionen Euro investieren, um das Mischfutterwerk aufzubauen. Das neue Unternehmen am Eberswalder Hafenkai wird 20 Arbeitsplätze haben. Pro Jahr sollen sie nach Fertigstellung der Millioneninvestition 180 000 Tonnen Mischfutter produzieren.

"Für die Binnenschifffahrt auf der wichtigen transeuropäischen West-Ost-Verkehrsmagistrale vom Rhein über Hannover, Magdeburg und Berlin nach Stettin ergibt sich damit erneut eine Chance für die Akquise eines Neugeschäftes zum Transport von Rohprodukten für die Futtermittelproduktion", schätzt Baudirektor Rolf Dietrich, Leiter des Wasserstraßen-Neubauamtes, ein.

Die Ansiedlungsflächen im Binnenhafen Eberswalde sind nach derzeitigen Informationen mit der neuen Investition zu 84 Prozent vermarktet. "Damit hat der im April 2000 eröffnete Hafen seine Aufgabe als Jobmotor erfüllt", meint Rolf, und fügt hinzu: "In den letzten Jahren konnte sich der Hafen aber auch als zuverlässiger Dienstleister in der Baustellenlogistik profilieren und hatte im Jahr 2007 eine Umschlagspitze von rund 311 000 Tonnen über die Kaikante erreicht."

Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin Brandenburg wurden im Jahr 2008 (ohne temporäre Baustellenverkehre) rund 166 400 Tonnen Güter umgeschlagen. Dazu komme nochmals die gleiche Menge an Gütern für den Umschlag Bahn-Straße. Zusammen mit den privat betriebenen Umschlagstellen behauptet die Stadt Eberswalde laut Wasserstraßen-Neubauamt damit weiter ihre Stellung als Hafenstandort mit der zweithöchsten Umschlagsmengeim Land Brandenburg. Die neue Ansiedlung werde, so die Einschätzung, die Entwicklung eines nachhaltigen Umschlagsgeschäftes im öffentlichen Binnenhafen Eberswalde weiter voran treiben.

Die Neubaugenehmigung ist vom Landesumweltamte Brandenburg am 11. August gegenüber der MEGA erteilt worden für Mühlen für Nahrungs- oder Futtermittel mit einer Produktionsleistung von 300 Tonnen Fertigerzeugnissen oder mehr pro Tag als Vierteljahresdurchschnittswert. Das Vorhaben unterlag keiner Umweltverträglichkeitsprüfung. Die immissionsschutzrechtliche Genehmigung wurde unter den im Genehmigungsbescheid aufgeführten Nebenbestimmungen erteilt. Während der Einwendungsfrist wurden keine Einwendungen gegen das Vorhaben erhoben. Der Genehmigungsbescheid sowie die dazugehörigen Unterlagen liegen vom 13. August bis einschließlich 26. August unter anderem in der Eberswalder Stadtverwaltung (Breite Straße 39, Beratungsraum des Amtes für Stadtentwicklung) aus und können dort während der Dienststunden von jedermann eingesehen werden, war auf der Internetseite des Landesumweltamtes zu erfahren.

Das Kabinett der Landesregierung hat im Juni 1996 ein Hafenentwicklungsprogramm verabschiedet. Darin war der Standort Eberswalde als förderfähig und -würdig eingestuft worden. Nach Bauabschluss war der Binnenhafen Eberswalde im April 2000 in Betrieb genommen worden.

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