Gesamtkonzept Elbe kommt im Herbst

Samstag, 06. April 2013, 10:19 Uhr

Gesamtkonzept Elbe kommt im Herbst

Flusskonferenz Elbe in Magdeburg zum Eckpunktepapier für ein Gesamtkonzept

SCHIFFAHRT HAFEN BAHN UBND TECHNIK, 3|2013

Unter dem Motto „Gemeinsam einen Fluss gestalten“ fand am 5. März die Flusskonferenz Elbe in Magdeburg statt. Dazu stellte der Bund nach 20 Jahren kontroverser Diskussionen ein gemeinsam mit den Elbe-Bundesländern erarbeitetes „Eckpunktepapier für ein zukünftiges Gesamtkonzept Elbe“ vor. Mit dem Gesamtkonzept sollen die unterschiedlichen Ansprüche an die Elbe gleichberechtigt miteinander abgewogen werden.

 

So viel aufgebotene Prominenz und so viel Sachverstand hat es bisher noch nie auf dem Podium einer ganztägigen, vom Bund organisierten Konferenz zur Zukunft der Elbe gegeben.
Schon die Auftaktveranstaltung am Vorabend in einer Magdeburger Großgaststätte war überfüllt. Und auch das mit über 200 Teilnehmern besetzte Plenum am eigentlichen Konferenztag zeugte von dem großen Interesse an der weiteren Entwicklung des Flusses.

In seinem Grußwort betonte Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, dass die Elbe „für die Stadt von existentieller Bedeutung“ sei. Weitere Ansiedler wollen im Hafen investieren, die die Sicherheit brauchen, dass sie „ihre Investitionen morgen und übermorgen noch nutzen können“. Alles sei unter dem Aspekt zu sehen: „Wenn wir soziale Leistungen, wenn wir Kultur- und Umweltbelange finanzieren wollen, dann brauchen wir Einnahmen.“ Deshalb lege die Stadt ihr Primat auf die Entwicklung der Wirtschaft und zwar so, „dass dabei keine Umweltsünden begangen werden“. Gebraucht werde „ein sauberer Fluss, der auch unsere Wirtschaft voran bringt“.

Dieser Meinung schloss sich auch Sachsen-Anhalts Verkehrsminister
Thomas Webel an: „Entlang der Elbe gibt es zahlreiche Häfen und Umschlagstellen, die wir allein in unserem Bundesland mit über 100 Mio. Euro modernisiert haben. Gleichzeitig finden sich hier auch großartige Naturlandschaften.“ Wirtschaftliche und ökologische Nutzung des Flusses schlössen sich nicht aus und ergänzten sich vielfach. 54 % der Bürger fühlten sich durch Straßenlärm und jeder Dritte durch Schienenlärm belästigt. Alternativ sei das Binnenschiff gewissermaßen „die Schleichpfote“ unter den Transportmitteln. Das Land setze auf den „Wachstumsmarkt Elbe“.    .... weiterlesen

Galerien

Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

Aktuelles

Neuigkeiten per RSS Button

Saaleinfo Newsletter

Redaktion © VHdS e.V.
Grafik, Layout © 2005-2018 atnexxt – Agentur für Design und E-Business, Webdesign in Halle (Saale)