Grünes Licht für den Bau des Schleusenkanals Tornitz

Mittwoch, 15. Oktober 2008, 21:30 Uhr

Grünes Licht für den Bau des Schleusenkanals Tornitz

Pressemitteilung zum Raumordnungsverfahren Schleusenkanal Tornitz, 15.10.2008

Halle - Nach Abschluss des Raumordnungsverfahrens (ROV) steht eines fest: Grünes Licht für den Bau des Schleusenkanals Tornitz! Dem Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt (VHdS) ist es nach zwölf Jahren engagierter Arbeit gelungen, einen guten und verträglichen Kompromiss zwischen Wirtschaft und Umweltschutz zu finden. Das erste notwendige staatlich-rechtliche Verfahren zum Bau des Schleusenkanals Tornitz schließt mit einem positiven Ergebnis ab.

Bereits 1992 war das Projekt, die Saale ganzjährig schiffbar zu machen, in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden. Der BUND war gegen den Bau einer Staustufe in die Saale. Vorgeschlagen wurde vom BUND ein Kanalbau, der 2003 erneut in dem Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wurde. Seit 2006 ist das Vorhaben in den Investitionsrahmenplan für den Ausbau der Bundeswasserstrassen  2006-2010 aufgenommen worden.
Der Landtag von Sachsen-Anhalt ist mehrheitlich für die Nutzung der Schifffahrt auf Elbe und Saale.

Nach jüngsten Untersuchungen des Institutes PLANCO aus Essen ist die Binnenschifffahrt der umweltfreundlichste Verkehrsträger.

Doch nicht nur die Politik befürwortet eine Verkehrsverlagerung von der Strasse auf das Wasser. Laut einer jüngsten Emnid-Umfrage empfinden 83 Prozent der Bevölkerung die Schifffahrt als interessant und bereichernd.
Drei von vier Deutschen würden eine verstärkte Nutzung der Wasserstraßen begrüßen, um den stetig zunehmenden Verkehr durch LKWs auf den Autobahnen zu entlasten. Staatliche Investitionen in die Bundeswasserstraßen sollen nach Meinung der Mehrheit der Bevölkerung - 82% - in gleichem Maße dem Bürger und der Binnenschifffahrt nutzen.

2,2 Millionen Tonnen - so ergab eine aktuelle Umfrage der an der Saale ansässigen Unternehmen - können jährlich mit dem Bau des Schleusenkanals Tornitz auf der Saale transportiert werden. Das sind über 73 000 LKW - Ladungen, die auf das Schiff verlagert werden können.

Voraussetzung dafür ist ein zügiges Planfeststellungsverfahren, um mit der Schifffahrt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen an der Saale zu stärken. Gleichzeitig werden damit bestehende Arbeitsplätze gesichert und neue können entstehen.

Ansprechpartner für die Presse:
Manfred Sprinzek
Tel.: 0345/2037664

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