Grünes Licht für neuen Anleger

Samstag, 21. Februar 2009, 07:09 Uhr

Grünes Licht für neuen Anleger

Wirtschaftsausschuss stellt Weichen für Passagierschifffahrt auf der Elbe ab dem Dessauer Kornhaus

mz-web.de 20.02.09, von ANNETTE GENS DESSAU/MZ.

Kaffeefahrten auf der Elbe ab dem Kornhaus könnten spätestens 2010 wieder möglich werden. Der Wirtschaftsausschuss des Dessau-Roßlauer Stadtrates gab auf seiner jüngsten Sitzung grünes Licht, in einen neuen Anleger zu investieren. Dabei liegt die Investition in Höhe von 182 000 Euro nur zu einem geringen Teil in städtischer Hand. Nach Vorstellungen der Stadtverwaltung soll der Anleger vornehmlich aus Mitteln der vom Land unter der touristischen Markensäule "Blaues Band - Wassertourismus in Sachsen-Anhalt" und innerhalb des Programmes "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" finanziert werden. 90 Prozent Fördermittel stehen damit in Aussicht.

2008 ohne Dienstleistung

Die Passagierschifffahrt zwischen Dessau, Wittenberg oder Magdeburg war jahrelang von einem Akener Unternehmen betrieben und 2008 vorläufig eingestellt worden. Die ehemaligen Nutzer konzentrieren sich inzwischen mehr in Brandenburger Gewässern, haben aber weiterhin die Rechte an dem Anleger am Kornhaus.
Untersuchungen haben zudem ergeben, dass die alte Anlegestelle einem neuen Interessenten nur für einen Zeitraum von zwei Jahren zur Verfügung gestellt werden könnte. Auch die Nutzung des zweiten an der Elbe vorhandenen Schiffsanlagers ist nicht möglich. An diesem Anleger machen jährlich zwischen 50 bis 70 Kreuzfahrtschiffe Station. Eine Mitnutzung für Fahrgastschiffe sei aus technischen Gründen nicht möglich.

Geeigneter Platz ist gefunden

Inzwischen ist aber ein geeigneter Platz für einen neuen (städtischen Schiffsanleger) gefunden. Favorisiert wird eine Stelle zwischen beiden privaten Anlegern, heißt es in der Vorlage für den Wirtschaftsausschuss, deren Roßlauer Vertreter in der Sitzung am Donnerstag hofften, dass mit dem Neubeginn der Dessauer Passagierschifffahrt auch der Roßlauer Anleger angesteuert werde.

Für Jan Harnisch, Geschäftsführer der Wittenberger Passagierschifffahrt und künftiger Nutzer des neuen Stegs, ist dies kein Problem, bekundete er am Freitag gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung am Telefon. Harnisch bemüht sich seit vielen Monaten gemeinsam mit dem städtischen Tourismusamt um Lösungen für die Fahrgastschifffahrt. Er rechnet trotz des Beschlusses des Wirtschaftsausschusses jedoch nicht damit, dass er noch in diesem Jahr touristische Angebote unterbreitet könne. Noch sei der Fördermittelantrag nicht beschieden worden, müssten die Bauarbeiten für den Anleger dann erst noch ausgeschrieben werden, meinte er. Sollte das alles schneller gehen und im Spätsommer schon ein Anleger installiert sein, "werden wir natürlich reagieren".

Das "Ja" der Dessau-Roßlauer Abgeordneten in die Investition gibt dem Wittenberger Unternehmer jetzt Sicherheit. Harnisch hatte schon vor Monaten erklärt, wenn die Stadt Dessau-Roßlau in einen Anleger investieren würde, "würden wir im Gegenzug dazu ein Schiff kaufen und Arbeitsplätze schaffen". An den Plänen des Wittenberger Unternehmens hat sich seitdem nichts geändert.  

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