Hafen sieht einer guten Zukunft entgegen

Sonntag, 16. Juni 2013, 22:13 Uhr

Hafen sieht einer guten Zukunft entgegen

mz-web.de, 13.06.2013, Von michael tempel

Die kommunale Hafen GmbH sieht nach der Flut einer guten Zukunft entgegen. Derzeit steht jedoch die Beseitigung der Hochwasserschäden auf dem Programm.

halle/MZ. 

Viele Unternehmen müssen wegen des Hochwassers schauen, wie sie ihren Betrieb überhaupt aufrecht erhalten, wie sie überleben können. Der Hafen in Halle hat zwar auch so großflächig wie nie zuvor unter Wasser gestanden. Allerdings hielten sich die Schäden laut Geschäftsführer Dirk Lindemann in Grenzen. Besser noch: Die kommunale Hafen GmbH sieht nach der Flut einer guten Zukunft entgegen. Wie Lindemann sagte, stehe auf dem Gelände in Trotha eine Unternehmens-Ansiedlung im Umfang von 30 Millionen Euro bevor. Eine Ansiedlung, die dazu beitragen werde, den Zuschussbetrieb Hafen endlich in die Gewinnzone zu bringen.

Keller überflutet

Derzeit steht jedoch die Beseitigung der Hochwasserschäden auf dem Programm. „Wir schätzen den Schaden auf 80 000 bis 90 000 Euro“, sagte Lindemann am Donnerstag bei einem Besuch von Landes-Wirtschaftsminister Hartmut Möllring (CDU). Der Ressortchef wollte sich im Süden des Landes über die Flutfolgen informieren. Laut Lindemann habe der Keller der Hafenmeisterei unter Wasser gestanden. Dort habe sich zwar auch Servertechnik befunden, die in Mitleidenschaft gezogen worden sei. Die darauf gespeicherten Daten sind dem Geschäftsführer zufolge aber nicht verloren. Zudem sei die Videoüberwachungsanlage reparaturbedürftig. An den im Hafen gelagerten, zumeist hochseetauglichen Containern habe es kaum Schäden gegeben, weil diese dicht seien.

Nach gut einer Woche Pause wird seit Montag im Hafen wieder voll gearbeitet. Anders sieht das bei der auf dem Gelände angesiedelten Biosprit-Produktionsanlage der Firma Gulf aus. Dort laufen noch die Reinigungsarbeiten.

Im Gegensatz zu anderen Häfen spielt in Halle der Umschlag von Schiffsgütern keine Rolle - weil die Saale nur begrenzt schiffbar ist. Geld verdient wird mit Container-Umschlag von der Schiene auf die Straße und umgekehrt. Das Terminal soll ab 2014 mehr Arbeit bekommen. Dann geht Lindemann zufolge eine neue „Produktionsanlage für Flüssiggut“ in Betrieb. Weitere Details und den Namen des Investors wollte er nicht nennen. Mit dem Betreiber seien aber bereits Umschlags-Verträge ausgehandelt worden. „Wir rechnen mit 360 Zügen oder 360 000 Tonnen mehr im Jahr, die wir be- und entladen.“ Mit diesen Mehreinnahmen könne der Hafen ab 2015 schwarze Zahlen schreiben.

Bislang eine Million Euro Minus

Das wäre ein Meilenstein. Seit reichlich 20 Jahren ist der Hafen ein Verlustgeschäft für den Stadtwerkekonzern - trotz Millionen-Investitionen in die Modernisierung und trotz steigender Containerzahlen. Für das laufende Jahr wird mit einem mittleren sechsstelligen Zuschussbedarf gerechnet. In den Vorjahren waren es noch jeweils rund eine Million Euro.

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